SSV-Sankt Augustin > Sportjugend > Subkoordinierungsstelle

Sportvereine und Ganztag

Die Sportjugend im Stadtsportverband Sankt Augustin koordiniert als Subkoordinierungsstelle den Sport im offenen und gebundenen Ganztag. Die Koordinierungsstellen sind in das Programm "NRW bewegt seine Kinder", eines von vier Programmen des Landessportbundes NRW, einzuordnen.

 

Das Programm setzt an vier Schwerpunkten an:
1. Kindertagesstätten/ Kindertagespflege
2. Außerunterrichtlicher Schulsport/ Ganztag
3. Kinder- und Jugendarbeit im Sportverein
4. Kommunale Entwicklungsarbeit/Netzwerkarbeit

Das Programm verfolgt ein gesellschaftspolitisches Ziel, Kindern und Jugendlichen vom Vorschulalter bis zum Ende der weiterführenden Schule Bewegung, Spiel und Sport in ausreichendem Umfang zu ermöglichen und dabei einen Beitrag zur umfassenden Bildung von Kindern und Jugendlichen zu leisten.

Ein sportpolitisches Ziel ist es, durch strukturell verankerte Kooperationen von Sportarten mit den Bildungs- und Betreuungseinrichtungen die Zukunft des gemeinwohlorientierten Kinder- und Jugendsports in den Vereinen zu sichern und die Zivilgesellschaft zu stärken.

Dazu ist eine Zusammenarbeit mit den örtlichen vorschulischen und schulischen Bildungseinrichtungen zu fördern.


Den Hintergrund bilden neue Rahmenvereinbarungen zwischen Landessportbund/Sportjugend NRW,dem Ministerium für Schule und Weiterbildung und dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW über Bewegung in Ganztagsschulen und Ganztagsangeboten.
Diese Rahmenvereinbarung beinhaltet möglichst regelmäßige tägliche Bewegungs-,Spiel- und Sportangebote zu gewährleisten.

Sie schafft die Voraussetzungen für eine zentrale Grundlage zur Zusammenarbeit von Schule, Kinder- und Jugendhilfe, gemeinwohlorientierten Institutionen und Organisationen und weiteren außerschulischen Partnern.
Hier sind die Sportvereine in NRW mit ihren eigenständigen Jugendabteilungen in ihrer Eigenschaft als Gemeinwohl orientierte Sportorganisationen und anerkannte Träger der freien Kinder-und Jugendhilfe angesprochen. Ihnen wird in ihrer Kompetenz und Aufgabenstellung als Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe entsprechende Bedeutung zugemessen und deshalb sollten ihre Angebote vorrangig berücksichtigt werden.
In den weiterführenden Schulen wird dafür geworben, die Möglichkeit des Programms „Geld oder Stelle“ auch in gebundenen Ganztagsschulen aktiv und umfassend zu nutzen.

Zur Umsetzung empfehlen die Kooperationspartner den Schulen die Entwicklung eines integrierten und in sich kohärenten Gesamt-Konzepts,dass Bezüge zwischen Sportunterricht, außerunterrichtlichen Bewegungs- , Spiel- und Sportangebote sowie Angebote des gemeinwohl-orientierten Sports herstellt.

In der Umsetzung werden Qualifikationsanforderung der Übungsleiter und Qualitätssicherungen berücksichtigt. In der Qualitätsentwicklung ist der aktuelle Erlass zu den Beraterinnen und Beratern für den Schulsport einzubeziehen.

Aus der lokalen Presse:
Artikel des General-Anzeigers vom 10. Oktober 2013
Artikel aus dem Extra-Blatt / Wochenende vom 12. Oktober 2013 
Artikel aus dem Rundblick Rhein-Sieg vom 12. Oktober 2013

Kooperationsformen und Kooperationsmodelle

In der Zusammenarbeit zwischen den Sportvereinen und Schulen/Ganztagsträgern kommen verschiedene Kooperations- und Mitgliedschaftsmodelle zum Tragen. Die Kooperationsvereinbarungen sollten mit den Schulen, Ganztagsträgern und Sportvereinen abgesprochen und vertraglich vereinbart werden.

Um eine hohe Kooperationsverlässlichkeit zu gewährleisten und dem Anspruch "Bildung braucht Bewegung" gerecht zu werden gibt es neue Kooperationsmodelle in Form von Mitgliedschaftsmodellen. Hier werden dem Sportverein nicht mehr deren Übungsleiter sondern Vereinsmitgliedschaften aus Ganztagsmitteln finanziert.


Die Übungsleiter trägt der Verein und die Kinder können zusätzlich zum Ganztagsangebot in einer freiwilligen Mitgliedschaft an den vereinbarten Sportaktivitäten des Vereins teilnehmen. Die Sportvereine stellen sich zukunftsorientiert als qualifizierte Kooperationspartner auf, präsentieren ihren Sport auf Augenhöhe mit anderen Weiterbildungspartnern und bringen eine zusätzliche sportliche Vielfalt in die Schulen, um somit auch Fachsportarten zu erhalten und erreichen durch Nachhaltigkeit eine nachweisbare Qualitätssicherung.

Auch in Sankt Augustin können diese Modelle umgesetzt werden, sie beinhalten großen Chancen für die Sportvereine und stellen eine Bereicherung für die Bildungsarbeit des schulischen Ganztages dar. Die Kinder und Jugendlichen, denen die nötige Zeit fehlt, einem Verein beizutreten wird nun die Möglichkeit gegeben, den Verein in die Schule zu integrieren und neue Formen der sportlichen Aktivitäten kennenzulernen.
Der Stadtsportverband/Sportjugend Sankt Augustin ist in der Lage, die Vereine in ihren Kooperationswünschen zuberaten , stellt Kontakte zu den Schulen und Ganztagsträgern her, koordiniert und ist bei den vertraglichen Vereinbarungen behilflich.

Zielsetzung sollte es sein, Sport auf Augenhöhe mit anderen Weiterbildungspartnern zu präsentieren und durch sportliche Weiterqualifizierung von Übungsleitern eine flächendeckende Kooperationsverlässlichkeit und eine Win-Win Situation für alle beteiligten Partner zu schaffen.


Siehe dazu auch:
Vereinsentwicklung und Ganztag
Mitgliedschaftsmodelle (Arbeitshilfe für Sportvereine im Ganztag)
Impulsreferat von Gabriele Wiskemann vom 14. Mai 2013

Konzept der Zusammenarbeit des/der SSV/Sportjugend Sankt Augustin mit den Grund- und weiterführenden Schulen, Ganztagsträgern und Sportvereinen

Die Sportjugend und der Stadtsportverband Sankt Augustin hat seit einigen Jahren gute Netzwerke zu allen Sankt Augustiner Schulen mit verschiedenen Projekten und Veranstaltungen aufgebaut.

Dazu zählen der Sponsorenlauf „Kinder für Kinder“ für alle Sankt Augustiner Schulen, an dem 2013 fast 3500 Kinder und Jugendliche teilnahmen. Der Erlös dieses Events kommt den Fördervereinen der Schulen zugute und 25 % des Erlöses gehen zweckgebunden an den SSV, der damit u.a. Projekte im schulischen Ganztag fördert. Das waren u.a. in der Vergangenheit Sportgeräte, Übungsleiterausbildungen und aktuell ein neues Projekt in Kooperation mit dem SV Menden und Bundesfreiwilligendienstler, die im Nachmittagsbereich und Ganztag Ballsport und Fußball kostenfrei den Schulen anbieten und für den Vereinssport werben.

Die Sportjugend im SSV koordiniert den Einsatz der Freiwilligendienstler und spricht die Angebote mit den Schulen und Jugendtrainern ab und der Verein bietet den Jugendtrainern im Rahmen seines Jugendkonzeptes eine qualifizierte Ausbildung an. Der Verein verpflichtet dazu einen sportlichen Leiter, den Einsatz des Freiwilligendienstler ein Jahr zu begleiten und stellt eine nachhaltige Entwicklung des Jugendbereiches beim Verein sicher. Den Kindern und Jugendlichen wird somit sowohl im Verein als auch in der Schule ein qualifiziertes Ballsport,Fußballtraining oder ein anderer Sport im Schulalltag geboten.

Die Sportjugend organisiert seit Jahren die alljährlichen Fußballstadtmeisterschaften der Grund- und weiterführenden Schulen in Sankt Augustin und hat sich auch hier zu den Schulen, Sportlehrern und Schulleitungen gut vernetzt.

Hier haben sich erstmalig drei Vereine bereit erklärt zu kooperieren und das Projekt mit begleitet.
2014 werden Vereine unter Schirmherrschaft der Sportjugend dieses Projekt selbst organisieren und durchführen.
Die Sportjugend koordiniert den Sport im offenen und gebundenen Ganztag. Sport kann nur erfolgreich sein, wenn mit allen Bildungspartnern zusammen gearbeitet wird. Die Sportjugend vermittelt Übungsleiter, Vereine und Sportangebote an Grund- und weiterführende Schulen mit verschiedenen Kooperationsmodellen und berät bei den abzuschließenden Rahmenvereinbarungen. Durch den Einsatz im Ganztag stellen die Sportvereine sich als Bildungspartner zur Verfügung und agieren verantwortungsvoll und zukunftsorientiert.Um eine hohe Kooperationsfähigkeit und Kooperationsverlässlichkeit zu gewährleisten und den Anspruch „Bildung braucht Bewegung“ gerecht zu werden, gibt es in Sankt Augustin neue Kooperationsmodelle in Form von Mitgliedschaftsmodellen.

Die Eltern haben hier die Möglichkeit, ihr Kind parallel zum Ganztagsangebot als Mitglied im Verein anzumelden. Diese Mitgliedschaft ist für die Dauer des Ganztagsangebotes kostenfrei.Wenn das Ganztagsangebot des Vereins endet, können die Kinder und Jugendlichen zum normalen Vereinsbeitrag Mitglied im Verein bleiben.

Dieses Kooperationsmodell beinhaltet große Chancen für die Sportvereine und stellt eine Bereicherung für die Bildungsarbeit des schulischen Ganztages dar. Den Kinder und Jugendlichen, denen die nötige Zeit fehlt, einen Verein beizutreten wird nun die Möglichkeit gegeben, den Verein in die Schule zu integrieren und neue Formen der sportlichen Aktivitäten kennen zu lernen und zu vertiefen/Nachhaltigkeit.

Für die Projekte „Kinder für Kinder“, „Fußballstadtmeisterschaften der Schulen“, Ausbildung und Begleitung der Bundesfreiwilligen , Sponsoring von kostenfreien Mitgliedschaften benötigen wir zusätzliche finanzielle Mittel und suchen dafür für das kommende Jahr 2014 wieder Sponsoren aus der Wirtschaft.