Sportlerehrung in der Stadt Sankt Augustin 2003
Am
12. Dezember 2003 wurden im Ratssaal der Stadt Sankt Augustin die
Ehrungen für erfolgreiche Sportler/innen, Übungsleiter/innen,
Schiedsrichter, Sportjournalist und Ehrenamtler durchgeführt.

Die Begrüssung der zahlreich anwesenden Gäste aus Sport und Politik erfolgte durch Wilfried Wessel, 1. Vorsitzender im Stadtsportverband Sankt Augustin e.V.
Bürgermeister Klaus Schumacher lobte die Arbeit der Vereine als einen wichtigen Faktor für das umfangreiche Sportangebot in Sankt Augustin. Er sprach den zu Ehrenden seine Anerkennung und Respekt für ihre Leistungen aus.
Er verwies darauf, dass es in Sankt Augustin 47 Sportvereine mit 13.540 Mitgliedern gibt. Davon sind:
- 5.984 weiblich
- 7.556 männlich
- 4.826 bis 18 Jahre
- 3.124 19 bis 40 Jahre
- 5.590 41 bis >60 Jahre
Sebastian Schuster, Präsident des KreisSportBund Rhein-Sieg e.V. überbrachte Grüße des Sportbundes und war sehr erfreut über die Worte des Bürgermeisters, dass in Sankt Augustin der Sport auch in finanzilellen schwierigen Zeiten die Unterstützung der Stadt hat.
Die Moderation der Sportlerehrung führte Dr. Karl Lennartz gekonnt mit sportlichen Sachverstand durch.
Im Rahmen der Sportlerehrung wurde die anspruchsvolle Ausstellung “Olympische Siege” konzipiert von Karl Lennartz in Zusammenarbeit mit der Sparkassenstiftung für den Rhein-Sieg-Kreis und eine umfangreiche “Olympische Medailliensammlung” gezeigt.
Vervollständigt und abgerundet wurde die Veranstaltung durch den musikalischen Auftritt des Holzbläser Ensemble „Classic and more“ unter der Leitung von Beate Müller der Musikschule Sankt Augustin und der Show-Tanz Gruppe „Dance 4 Fans“ aus der Tanzschule Rose in Sankt Augustin unter der Leitung von Katja Sinko.
Geehrt wurden für Ihre besonderen Leistungen und Einsatz im Sport durch den Bürgermeister Klaus Schumacher und Wilfried Wessel:
Ehrenamt
Erich Müller
DRLG Sankt Augustin
- Jahrgang 1920, seit 1926 im Sport aktiv
- 1938/39 Sieger in der Reichsleistungsklasse im Florett und Säbel
- ab 1945 Jugendarbeit im Fechten, DRLG u. Pfadfinder
- 1978/81 Jugendwart und Trainer im OFC Bonn
- ab den 70er Jahren Mitglied in der DLRG Sankt Augustin, Sportabzeichenabnahme in den Schulen und Ehrenvorsitzender DRLG
Übungsleiterin
Rosemarie Papke
TV Hangelar 1962 e.V.
- ab 1965 Mitglied im TV Hangelar
- seit 1968 Übungsleiterin im Kinder- und Frauenturnen
- Volleyball-Betreuerin im TV Hangelar in der Hobby-Mannschaft
Übungsleiterin
Ingeborg Gerding
SV Birlinghoven 1948 e.V.
- 30 Jahre als Übungsleiterin in der Damengymnastik, davon 27 Jahre im SVB
- 1991 LSB-Diplom für Rückenschule u. Wirbelsäulengymnastik
- 18. Mal das Sportabzeichen des DSB abgelegt
Übungsleiterin
Helga Kohn
TV Hangelar 1962 e.V.
- seit 1964 Mitglied im TV Hangelar
- 40 Jahre Übungsleiterin, vom Mädchen-, Leistungs- und Frauenturnen bis zum
Sport mit Älteren - Frauenturnwartin im TV Hangelar
- Mitglied im Lehrteam des TV Rhein-Sieg, Bonn, des KSB und Rheinischen Turnerbund
- Trägerin des Bundesverdienstkreuzes
Übungsleiter
Gerd Heitmann und Willi Schluß
TSG Sankt Augustin e.V.
- 30 Jahre Mitglied in der TSG Sankt Augustin
- Gründungsmitglieder
- Übungsleiter u. Tauchlehrer
- Geräte- u. Kompressorwart
- Vorstandsmitglieder
Ehrenamt
Hans Zimmermann
VfR Hangelar e.V. 1912
- Jahrgang 1930
- 34 Jahre Mitglied im VfR Hangelar
- 30 Jahre Betreuer der Fußball-Senioren
- zuständig für Schiedsrichter- u. Mannschaftseinladungen sowie Spielberichte
- ehemaliger Geschäftsführer im VfR Hangelar
Sportjournalist
Werner Freytag
Leichtathletik Verband
- Jahrgang 1937
- 1977 bis 1993 im Deutschen-Leichtathletik- Verband zuständig für die Pressebetreuung
- seit 1984 Pressearbeit im LV-Bonn/Rhein-Sieg
- ab 1994 Vorsitzender im LV-Bonn/Rhein Sieg
- 1996 Verleihung des DLV-Ehrenschild
- Lokalsportberichte in der Rhein-Sieg-Rundschau
Jugendleiterin
Ines-Susen Hassel-Frings
ASV Sankt Augustin 1956 e.V.
- seit 1983 Mitglied im ASV
- Übungsleiterin Trainer C-Lizenz
- Lizenzen für Schwimmen, Breitensport u. Jugendleiterin
- 19 Fortbildungen „Fitness im Wasser“
- „Spaß im Wasser“ mit Kindern zwischen den ersten Lebenswochen u. 4 Jahren
- Jugendleiterin im ASV
Schiedsrichter-Handball
Egon Schoepke
TuS Niederpleis 1901 e.V.
- Jahrgang 1936
- seit 1963 Handball-Schiedsrichter
- Schiedsrichterbeauftragter im TuS
- Verbands-SR-Beobachter bis zur Oberliga
- SR-Nachwuchsbetreuung im Verein
Schiedsrichter-Handball
Willi Kurscheid
VfL Sankt Augustin 1902 e.V.
- Jahrgang 1939
- seit 1949 Mitglied als Turner
- ab 1951 in der Handball-Abteilung
- 1959-64 Fußball-Torwart im ASV
- seit 1972 Handball-Schiedsrichter
- Zeitnehmer in Meisterschaftsspielen
Schiedsrichter-Hockey
Marc Knülle
SSG Sankt Augustin e.V.
- seit 1990 Hockey-Schiedsrichter
- 1996 Aufstieg in die Bundesliga (Feld/Halle)
- 1997 SR in der 1. Nationalliga – Frankreich
- Internationaler Schiedsrichter in Spielen:
- Damen-EM 98
- Europacup Landes- u. Pokalmeister
- Big Appel Turnier in New York
- Turniere in Brüssel, Kairo u. New Delhi
Ehrenamt
Willi Schopp
TuS Buisdorf 1900 e.V.
- Jahrgang 1928
- über 60 Jahre Mitglied im TuS Buisdorf
- Turner von 1938-1953
- 16 Jahre Fußball von 1945-1961
- Jugendleiter von 1960-1978
- 1. Vorsitzender ab 1973 bis heute
- Ortsvorsteher in Buisdorf u. Fraktionsglied im Rat der Stadt Sankt Augustin
Sportler/innen:
Bogenschiessen
Familie Wehner
Schützenbruderschaft „St. Sebastianus“ Menden 1642 e.V.
Christian Wehner
12 Jahre alt
- Vizemeister DBSV Dt. Meisterschaft in der Halle 2003, U14
- 4. Platz DBSV Dt. Feldbogenmeisterschaft Waldrunde 2003, U20
Thomas Wehner
16 Jahre alt
- Platz DBSV Dt. Hallen-Meisterschaft 2003, U17
- 1. Platz DBSV Dt. Feldbogen-Meisterschaft Jagdrunde 2003, U20
- 2. Platz DBSV Dt. Feldbogen-Meisterschaft Waldrunde 2003, U20
- 2. Platz DSB Dt. Feldbogen-Meisterschaft 2003, Junioren
Monika Wehner
- Platz DBSV Dt. Hallen-Meisterschaft 2003, Damen
- 2. Platz DBSV Jahresbestenschiessen FITA-Runde 2003, Damen
- Inhaberin der Dt. Rekorde im DBSV:
Halle 18 Meter Damen Ü40 und 18 Meter mit der Mannschaft
Bogenschiessen
Günter Wolff
Sankt Sebastianus Menden
- Platz DBSV Dt. Feldbogen-Meisterschaft Waldrunde 2003, Ü45
- 2. Platz DBSV Dt. Feldbogen- Meisterschaft Jagdrunde 2003, Ü45
- Mitglied Feldbogenkader des Rheinischen Schützenbundes
- Inhaber der Dt. Rekorde im DBSV:
Halle 25 Meter Ü45 und 18 Meter mit der Mannschaft
Florett - Fechten
Ute Wessel
OFC Bonn
- 1971 - 1984 Mitglied der deutschen Nationalmannschaft
- 1973 Deutsche Einzelmeisterin
- 1977, 1981, 1983 Vizeweltmeisterin mit der Mannschaft und 3. Platz 1979
- 1984 Olympiasiegerin mit der Mannschaft in Los Angeles
- ab 1993: 3. Mal Europameisterin der Frauen Ü40
- 2003: Weltmeisterin Ü50 im Veteranenfechten in Limoges - Frankreich
Judo
David Reuschenberg
Beueler-Judo-Club
- 14 Jahre alt
- 3-mal Rhein-Sieg-Meister 1999, 2001, 2003
- 2-mal Bezirksmeister U15 - 2002, 2003
- Vize-Rheinlandmeister U13 – 2001
- Westdeutscher-Vize-Meister U15 – 2002
- Westdeutscher-Meister U15 – 2003
- 2. Platz Int. Thüringer Messe-Cup 2003
- 1. Platz Int. Turnier Sindelfingen 2003
Judo
Stefan Tiller
Beueler-Judo-Club
- Westd. Meister U17 – 2000, 2001
- Westd. Vizemeister U20 – 2002, 2003 u. bei den Männern 2003
- 3. Platz Dt. Meisterschaft U17 - 2000, 7. Platz bei den Männern 2003
- 1. Platz Dt. Meisterschaft in der Mannschaft U17 - 2001 und U20 – 2002
- 1. Platz im Int. Turnier in Theley u. 5. Platz im Int. Master in Bremen
Judo
Wolfgang Dax-Romswinkel
Beueler-Judo-Club
- Beginn im Judo 1969
- Dt. Hochschulmeister 1981-82
- 3. Platz Dt. Meisterschaft - Männer 1983-84
- Dt. Meister Kata 1986-87-91
- Europameister 2003 Senioren bis 73 kg
- 1977-86 Mitglied des Bundeskaders
- ab 1987 Referent ÜL-/Trainerausbildung NRW
- seit 1996 Mitglied im Lehrteam des Dt. Judo-Bundes
Leichtathletik
Gundula Tost
ASV Sankt Augustin
- 2. Platz 4x100m Staffel DM-Seniorinnen 1993
- 3. Platz DAMM-Endkampf 1995 u. 1997
- 3. Platz 400m DM-Seniorinnen
- 1. Platz 400 m in der Seniorinnen-Meisterschaft Nord-Rhein 2002 in 78,57 Sek.
- 1. Platz 100 m in der Seniorinnen-Meisterschaft Nord-Rhein 2003 in 16,35 Sek. u.
2. Platz über 200m
Moderner Fünfkampf
Karen Simon
SSF Bonn
- 1999-2002 Siege in Triathlon u. Volksläufen
- 5. Mal Kreismeisterin in der Leichtathletik
- 2000 Start im Modernen Fünfkampf
- 2001 Deutsche Meisterin Jugend C im Vierkampf u. im Biathle
- 2002 Deutsche Meisterin Jugend B im Fünfkampf u. Teilnahme an der EM
Jugend A in Athen u. Jugend B in Paris - 2003 Dt. Meisterin Jugend B im Dreikampf
Triathlon-Biathle
Hans-Jörg Kuck
Troisdorf LG
- Triathlon seit 1985
- 2 x im Iron-Man-Wettbewerb dabei
- Teilnehmer der Schwimm-Europa- u. Weltmeisterschaften der Masters
- Dt. Altersklassenmeister im Biathle 2001-03
- 2003: 1. Platz Biathle Worldcup nach Siegen in Holland, England u. 2. Platz in Italien
- 5. Platz Biathle-WM M40 in 8:56 Minuten (2x1000m Laufen u. 100m Schwimmen)
Sommerbiathlon
Martin Königsfeld
St. Hubertus Limperich Beuel
- 2002:
1. Platz NRW-Meisterschaft Einzel u. Staffel
1. Platz LV-Meisterschaft Rheinland
1. Platz Rheinlandcup-Serie (7 Einzelläufe)
12. Platz bei der Dt. Meisterschaft - 2003:
1. Platz Landesmeisterschaft (Mannschaft)
2. Platz NRW-Meisterschaft
2. Platz Rheinlandcup-Serie
2. Platz Dt. Meisterschaft in Willingen
Tanzen-Paare
Sonja Sander-Michael Esser
TSC Royal Bonn
- seit April 2003 tanzen Sie gemeinsam in der Hauptklasse II A
- 4. Platz Landes-Meisterschaft in Düsseldorf (Qualifikation zum Deutschland-Cup)
- 8. Platz im Festival „Hessen tanzt“ von 50 teilnehmenden Paaren (Semi-Finale)
- 1. Platz im Bonner Sommerpokal 2003
- 1. Platz Solingen Turnier im Nov. 2003
Tanzen-Paare
Lydia Dihlmann-Weißer Martin Dihlmann
Life-Garden Sankt Augustin
- Lydia begann mit 12 und Martin mit 15 Jahren mit dem Tanzen
- Lydias Titel bei den Profis:
10-fache Deutsche Meisterin
2-fache Vize-Europameisterin
2-fache Weltmeisterin in der Kür
3-fache Vize-Weltmeisterin in der Kür - Lydia und Martins Titel:
Vize-Weltmeister der Profis 1999
Squash
Frauenmannschaft
1. SBC Sankt Augustin e.V.
- das Squash-Frauenteam spielt seit 3 Jahren in der 1. Squash-Bundesliga-Staffel Nord mit internationaler Besetzung aus GB und NL
- Spielerinnen:
Susi Wirths, Jennifer Post, Nadine Seemann, Sabine Ulrich, Sandy Suck, Störte Becker, Rebecca MacRee, Dagmar Vermeulen, Daniela Grzenia - Trainer/Betreuer: Bernd Wettlaufer
Tischtennis
Jugendmannschaft
TG Sankt Augustin 1973 e.V.
- 2002/03 Mannschafts-Sieger Verbandsliga des Westdeutschen Tischtennis Verbandes
- Westdeutscher Meister 2003
- Westdeutscher Pokalsieger 2003
- 5. Platz in der Deutschen Meisterschaft 2003
- Spieler:
Jörn Kampf, Andreas Klotz, Arne Müller, Lukas Verdcheval - Trainer/Betreuer: Markus Gansauer
Fußball
1. Frauenmannschaft
FC Sankt Augustin 1978 e.V.
- 1980 Gründung der Fußball-Frauenabteilung
- 2002/03
Meister der Verbandsliga im Westdeutschen-Fußball-Verband - Aufsteiger in die Regionalliga West (zweithöchste Klasse in Deutschland)
- Spielerinnen:
Anna Baltes, Nelly Bannik, Susanne Barthel, Bianca Bechert, Eileen Becker, Birte Domnik, Sara Douiri, Katja Kinzel, Manuela Klar, Nikoletta Lemmer, Heike Lippertz,
Hella Niklas, Annette Pestel, Meike Petri, Claudia Sassenberg, Kathrin Schmidt,
Nina Schumann, Marion Vinken - Trainer/Betreuer: Siegfried Mattheus, Martin Keil, Andreas Becker, Günter Sandhövel
Erfolgreiche Sportbogen – Schützen in Sankt Augustin
Die
Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Menden 1642 e.V. kann
herausragende Erfolge und Titel ihrer Aktiven, die auf Kreis-, Bezirks-
und Landesebene und Deutschen Meisterschaften hervorragende Ergebnisse
erzielt haben, verweisen:
SPORTART - BLANKBOGEN (ohne Zielhilfe):
Christian Wehner, 12 Jahre
2. Platz DBSV Deutsche Hallenmeisterschaft in Doebeln März 2003, Klasse U 14
4. Platz DBSV Deutsche Feldbogenmeisterschaft Waldrunde in Gronau August 2003, Klasse U 20
Thomas Wehner, 16 Jahre
1. Platz DBSV Deutsche Hallenmeisterschaft in Doebeln März 2003,
Klasse U 17
2. Platz DSB Deutsche Feldbogenmeisterschaft in Wirsberg August 2003, Klasse Junioren
1. Platz DBSV Deutsche Feldbogenmeisterschaft Jagdrunde in Gronau August 2003, Klasse U 20
2. Platz DBSV Deutsche Feldbogenmeisterschaft Waldrunde in Gronau August 2003, Klasse U 20
Mitglied Feldbogenkader des Rheinischen Schützenbundes
Inhaber der Deutschen Rekorde DBSV Klasse U 17:
Halle 18 Meter, Halle 25 Meter, Halle 18 Meter mit der Mannschaft
Monika Wehner, 47 Jahre
1. Platz DBSV Deutsche Hallenmeisterschaft in Doebeln März 2003, Klasse Damen
2. Platz DBSV Jahresbestenschiessen FITA-Runde (Vorläufer zur Dt. Meisterschaft) in Weyher September 2003, Klasse Damen
Inhaberin der Deutschen Rekorde DBSV:
Halle 18 Meter Klasse Damen, Halle 18 Meter Klasse Damen Ü 40
Diese drei Schützen sind in Sankt Augustin ansässig.
Ein weiteres erfolgreiches Mitglied wohnt in Neunkirchen:
Günter Wolff, 48 Jahre
2. Platz DBSV Deutsche Feldbogenmeisterschaft Jagdrunde in Gronau August 2003, Klasse Ü 45
1. Platz DBSV Deutsche Feldbogenmeisterschaft Waldrunde in Gronau August 2003, Klasse Ü 45
Mitglied Feldbogenkader des Rheinischen Schützenbundes
Inhaber der Deutschen Rekorde DBSV, Klasse Ü 45:
Halle 25 Meter, Halle 18 Meter mit der Mannschaft
Neben
dem Deutschen Schützenbund = DSB nehmen unsere Bogensportler auch an
den separaten Deutschen Meisterschaften des Deutschen
Bogensportverbandes = DBSV teil.
Verfasser des Textes: Hans Wehner, Pressewart der Sankt Sebastianus - Schützenbruderschaft Menden 1642 e.V.
Stadtsportverband Sankt Augustin |
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eingestellt am:
2003 Sportlerehrung 2003 in Sankt Augustin, Informationen hierzu
2003 Fotos von der Sportlerehrung 2003 liegen vor
2003 Erfolgreiche Sportbogen – Schützen in Sankt Augustin - Menden
2003 Wirbelsäulengymnastik und Rückenschule in Birlinghoven
2003 Kriterienkatalog der Sportler/innen Ehrungen der Stadt Sankt Augustin
2003 Prof. Dr. Walter Tokarski, Rektor der Sporthochschule Köln zum Thema
2003 Wir lernen nicht nur in der Schule! Im Sportverein Schlüsselqualifikationen erwerben
2003 Offene GanztagsGrundschule - Chance oder Risiko für die Sportvereine?
2003 Stellungnahme von LandesSportBund und Sportjugend NRW zum Erlass OGS
2003 Offene Ganztagsschule in der Primarstufe. Für den Sport ein vorrangiges Thema?
2003 Neue Broschüre “Offene Ganztagsschule”
Fotos der Sportlerehrung 2003 in Sankt Augustin
Ein umfangreiche Auswahl an Einzelfotos die Anläßlich der Siegerehrung 2003 erstellt wurden stehen zur Ansicht und zum Erwerb im “ media lab” im Huma Einkaufspark zur Verfügung. Media lab (Bilder-Center-Sankt Augustin) finden Sie auf der Einkaufsebene Marktplatte des Einkaufspark. Fragen Sie dort nach den Fotos der Sportlerehrung 2003.
Auszüge der Fotos finden Sie in der Fotogalerie - Sportlerehrung 2003
Sportlerehrung in der Stadt Sankt Augustin 2003
Am 12. Dezember 2003 wurden im Ratssaal der Stadt Sankt Augustin die Ehrungen für erfolgreiche Sportler/innen, Übungsleiter/innen, Schiedsrichter, Sportjournalist und Ehrenamtler durchgeführt.

Die Begrüssung der zahlreich anwesenden Gäste aus Sport und Politik erfolgte durch Wilfried Wessel, 1. Vorsitzender im Stadtsportverband Sankt Augustin e.V.
Bürgermeister Klaus Schumacher lobte die Arbeit der Vereine als einen wichtigen Faktor für das umfangreiche Sportangebot in Sankt Augustin. Er sprach den zu Ehrenden seine Anerkennung und Respekt für ihre Leistungen aus.
Er verwies darauf, dass es in Sankt Augustin 47 Sportvereine mit 13.540 Mitgliedern gibt. Davon sind:
- 5.984 weiblich
- 7.556 männlich
- 4.826 bis 18 Jahre
- 3.124 19 bis 40 Jahre
- 5.590 41 bis >60 Jahre
Sebastian Schuster, Präsident des KreisSportBund Rhein-Sieg e.V. überbrachte Grüße des Sportbundes und war sehr erfreut über die Worte des Bürgermeisters, dass in Sankt Augustin der Sport auch in finanzilellen schwierigen Zeiten die Unterstützung der Stadt hat.
Die Moderation der Sportlerehrung führte Dr. Karl Lennartz gekonnt mit sportlichen Sachverstand durch.
Im Rahmen der Sportlerehrung wurde die anspruchsvolle Ausstellung “Olympische Siege” konzipiert von Karl Lennartz in Zusammenarbeit mit der Sparkassenstiftung für den Rhein-Sieg-Kreis und eine umfangreiche “Olympische Medailliensammlung” gezeigt.
Vervollständigt und abgerundet wurde die Veranstaltung durch den musikalischen Auftritt des Holzbläser Ensemble „Classic and more“ unter der Leitung von Beate Müller der Musikschule Sankt Augustin und der Show-Tanz Gruppe „Dance 4 Fans“ aus der Tanzschule Rose in Sankt Augustin unter der Leitung von Katja Sinko.
Geehrt wurden für Ihre besonderen Leistungen und Einsatz im Sport durch den Bürgermeister Klaus Schumacher und Wilfried Wessel:
Ehrenamt
Erich Müller
DRLG Sankt Augustin
- Jahrgang 1920, seit 1926 im Sport aktiv
- 1938/39 Sieger in der Reichsleistungsklasse im Florett und Säbel
- ab 1945 Jugendarbeit im Fechten, DRLG u. Pfadfinder
- 1978/81 Jugendwart und Trainer im OFC Bonn
- ab den 70er Jahren Mitglied in der DLRG Sankt Augustin, Sportabzeichenabnahme in den Schulen und Ehrenvorsitzender DRLG
Übungsleiterin
Rosemarie Papke
TV Hangelar 1962 e.V.
- ab 1965 Mitglied im TV Hangelar
- seit 1968 Übungsleiterin im Kinder- und Frauenturnen
- Volleyball-Betreuerin im TV Hangelar in der Hobby-Mannschaft
Übungsleiterin
Ingeborg Gerding
SV Birlinghoven 1948 e.V.
- 30 Jahre als Übungsleiterin in der Damengymnastik, davon 27 Jahre im SVB
- 1991 LSB-Diplom für Rückenschule u. Wirbelsäulengymnastik
- 18. Mal das Sportabzeichen des DSB abgelegt
Übungsleiterin
Helga Kohn
TV Hangelar 1962 e.V.
- seit 1964 Mitglied im TV Hangelar
- 40 Jahre Übungsleiterin, vom Mädchen-, Leistungs- und Frauenturnen bis zum
Sport mit Älteren - Frauenturnwartin im TV Hangelar
- Mitglied im Lehrteam des TV Rhein-Sieg, Bonn, des KSB und Rheinischen Turnerbund
- Trägerin des Bundesverdienstkreuzes
Übungsleiter
Gerd Heitmann und Willi Schluß
TSG Sankt Augustin e.V.
- 30 Jahre Mitglied in der TSG Sankt Augustin
- Gründungsmitglieder
- Übungsleiter u. Tauchlehrer
- Geräte- u. Kompressorwart
- Vorstandsmitglieder
Ehrenamt
Hans Zimmermann
VfR Hangelar e.V. 1912
- Jahrgang 1930
- 34 Jahre Mitglied im VfR Hangelar
- 30 Jahre Betreuer der Fußball-Senioren
- zuständig für Schiedsrichter- u. Mannschaftseinladungen sowie Spielberichte
- ehemaliger Geschäftsführer im VfR Hangelar
Sportjournalist
Werner Freytag
Leichtathletik Verband
- Jahrgang 1937
- 1977 bis 1993 im Deutschen-Leichtathletik- Verband zuständig für die Pressebetreuung
- seit 1984 Pressearbeit im LV-Bonn/Rhein-Sieg
- ab 1994 Vorsitzender im LV-Bonn/Rhein Sieg
- 1996 Verleihung des DLV-Ehrenschild
- Lokalsportberichte in der Rhein-Sieg-Rundschau
Jugendleiterin
Ines-Susen Hassel-Frings
ASV Sankt Augustin 1956 e.V.
- seit 1983 Mitglied im ASV
- Übungsleiterin Trainer C-Lizenz
- Lizenzen für Schwimmen, Breitensport u. Jugendleiterin
- 19 Fortbildungen „Fitness im Wasser“
- „Spaß im Wasser“ mit Kindern zwischen den ersten Lebenswochen u. 4 Jahren
- Jugendleiterin im ASV
Schiedsrichter-Handball
Egon Schoepke
TuS Niederpleis 1901 e.V.
- Jahrgang 1936
- seit 1963 Handball-Schiedsrichter
- Schiedsrichterbeauftragter im TuS
- Verbands-SR-Beobachter bis zur Oberliga
- SR-Nachwuchsbetreuung im Verein
Schiedsrichter-Handball
Willi Kurscheid
VfL Sankt Augustin 1902 e.V.
- Jahrgang 1939
- seit 1949 Mitglied als Turner
- ab 1951 in der Handball-Abteilung
- 1959-64 Fußball-Torwart im ASV
- seit 1972 Handball-Schiedsrichter
- Zeitnehmer in Meisterschaftsspielen
Schiedsrichter-Hockey
Marc Knülle
SSG Sankt Augustin e.V.
- seit 1990 Hockey-Schiedsrichter
- 1996 Aufstieg in die Bundesliga (Feld/Halle)
- 1997 SR in der 1. Nationalliga – Frankreich
- Internationaler Schiedsrichter in Spielen:
- Damen-EM 98
- Europacup Landes- u. Pokalmeister
- Big Appel Turnier in New York
- Turniere in Brüssel, Kairo u. New Delhi
Ehrenamt
Willi Schopp
TuS Buisdorf 1900 e.V.
- Jahrgang 1928
- über 60 Jahre Mitglied im TuS Buisdorf
- Turner von 1938-1953
- 16 Jahre Fußball von 1945-1961
- Jugendleiter von 1960-1978
- 1. Vorsitzender ab 1973 bis heute
- Ortsvorsteher in Buisdorf u. Fraktionsglied im Rat der Stadt Sankt Augustin
Sportler/innen:
Bogenschiessen
Familie Wehner
Schützenbruderschaft „St. Sebastianus“ Menden 1642 e.V.
Christian Wehner
12 Jahre alt
- Vizemeister DBSV Dt. Meisterschaft in der Halle 2003, U14
- 4. Platz DBSV Dt. Feldbogenmeisterschaft Waldrunde 2003, U20
Thomas Wehner
16 Jahre alt
- Platz DBSV Dt. Hallen-Meisterschaft 2003, U17
- 1. Platz DBSV Dt. Feldbogen-Meisterschaft Jagdrunde 2003, U20
- 2. Platz DBSV Dt. Feldbogen-Meisterschaft Waldrunde 2003, U20
- 2. Platz DSB Dt. Feldbogen-Meisterschaft 2003, Junioren
Monika Wehner
- Platz DBSV Dt. Hallen-Meisterschaft 2003, Damen
- 2. Platz DBSV Jahresbestenschiessen FITA-Runde 2003, Damen
- Inhaberin der Dt. Rekorde im DBSV:
Halle 18 Meter Damen Ü40 und 18 Meter mit der Mannschaft
Bogenschiessen
Günter Wolff
Sankt Sebastianus Menden
- Platz DBSV Dt. Feldbogen-Meisterschaft Waldrunde 2003, Ü45
- 2. Platz DBSV Dt. Feldbogen- Meisterschaft Jagdrunde 2003, Ü45
- Mitglied Feldbogenkader des Rheinischen Schützenbundes
- Inhaber der Dt. Rekorde im DBSV:
Halle 25 Meter Ü45 und 18 Meter mit der Mannschaft
Florett - Fechten
Ute Wessel
OFC Bonn
- 1971 - 1984 Mitglied der deutschen Nationalmannschaft
- 1973 Deutsche Einzelmeisterin
- 1977, 1981, 1983 Vizeweltmeisterin mit der Mannschaft und 3. Platz 1979
- 1984 Olympiasiegerin mit der Mannschaft in Los Angeles
- ab 1993: 3. Mal Europameisterin der Frauen Ü40
- 2003: Weltmeisterin Ü50 im Veteranenfechten in Limoges - Frankreich
Judo
David Reuschenberg
Beueler-Judo-Club
- 14 Jahre alt
- 3-mal Rhein-Sieg-Meister 1999, 2001, 2003
- 2-mal Bezirksmeister U15 - 2002, 2003
- Vize-Rheinlandmeister U13 – 2001
- Westdeutscher-Vize-Meister U15 – 2002
- Westdeutscher-Meister U15 – 2003
- 2. Platz Int. Thüringer Messe-Cup 2003
- 1. Platz Int. Turnier Sindelfingen 2003
Judo
Stefan Tiller
Beueler-Judo-Club
- Westd. Meister U17 – 2000, 2001
- Westd. Vizemeister U20 – 2002, 2003 u. bei den Männern 2003
- 3. Platz Dt. Meisterschaft U17 - 2000, 7. Platz bei den Männern 2003
- 1. Platz Dt. Meisterschaft in der Mannschaft U17 - 2001 und U20 – 2002
- 1. Platz im Int. Turnier in Theley u. 5. Platz im Int. Master in Bremen
Judo
Wolfgang Dax-Romswinkel
Beueler-Judo-Club
- Beginn im Judo 1969
- Dt. Hochschulmeister 1981-82
- 3. Platz Dt. Meisterschaft - Männer 1983-84
- Dt. Meister Kata 1986-87-91
- Europameister 2003 Senioren bis 73 kg
- 1977-86 Mitglied des Bundeskaders
- ab 1987 Referent ÜL-/Trainerausbildung NRW
- seit 1996 Mitglied im Lehrteam des Dt. Judo-Bundes
Leichtathletik
Gundula Tost
ASV Sankt Augustin
- 2. Platz 4x100m Staffel DM-Seniorinnen 1993
- 3. Platz DAMM-Endkampf 1995 u. 1997
- 3. Platz 400m DM-Seniorinnen
- 1. Platz 400 m in der Seniorinnen-Meisterschaft Nord-Rhein 2002 in 78,57 Sek.
- 1. Platz 100 m in der Seniorinnen-Meisterschaft Nord-Rhein 2003 in 16,35 Sek. u.
2. Platz über 200m
Moderner Fünfkampf
Karen Simon
SSF Bonn
- 1999-2002 Siege in Triathlon u. Volksläufen
- 5. Mal Kreismeisterin in der Leichtathletik
- 2000 Start im Modernen Fünfkampf
- 2001 Deutsche Meisterin Jugend C im Vierkampf u. im Biathle
- 2002 Deutsche Meisterin Jugend B im Fünfkampf u. Teilnahme an der EM
Jugend A in Athen u. Jugend B in Paris - 2003 Dt. Meisterin Jugend B im Dreikampf
Triathlon-Biathle
Hans-Jörg Kuck
Troisdorf LG
- Triathlon seit 1985
- 2 x im Iron-Man-Wettbewerb dabei
- Teilnehmer der Schwimm-Europa- u. Weltmeisterschaften der Masters
- Dt. Altersklassenmeister im Biathle 2001-03
- 2003: 1. Platz Biathle Worldcup nach Siegen in Holland, England u. 2. Platz in Italien
- 5. Platz Biathle-WM M40 in 8:56 Minuten (2x1000m Laufen u. 100m Schwimmen)
Sommerbiathlon
Martin Königsfeld
St. Hubertus Limperich Beuel
- 2002:
1. Platz NRW-Meisterschaft Einzel u. Staffel
1. Platz LV-Meisterschaft Rheinland
1. Platz Rheinlandcup-Serie (7 Einzelläufe)
12. Platz bei der Dt. Meisterschaft - 2003:
1. Platz Landesmeisterschaft (Mannschaft)
2. Platz NRW-Meisterschaft
2. Platz Rheinlandcup-Serie
2. Platz Dt. Meisterschaft in Willingen
Tanzen-Paare
Sonja Sander-Michael Esser
TSC Royal Bonn
- seit April 2003 tanzen Sie gemeinsam in der Hauptklasse II A
- 4. Platz Landes-Meisterschaft in Düsseldorf (Qualifikation zum Deutschland-Cup)
- 8. Platz im Festival „Hessen tanzt“ von 50 teilnehmenden Paaren (Semi-Finale)
- 1. Platz im Bonner Sommerpokal 2003
- 1. Platz Solingen Turnier im Nov. 2003
Tanzen-Paare
Lydia Dihlmann-Weißer Martin Dihlmann
Life-Garden Sankt Augustin
- Lydia begann mit 12 und Martin mit 15 Jahren mit dem Tanzen
- Lydias Titel bei den Profis:
10-fache Deutsche Meisterin
2-fache Vize-Europameisterin
2-fache Weltmeisterin in der Kür
3-fache Vize-Weltmeisterin in der Kür - Lydia und Martins Titel:
Vize-Weltmeister der Profis 1999
Squash
Frauenmannschaft
1. SBC Sankt Augustin e.V.
- das Squash-Frauenteam spielt seit 3 Jahren in der 1. Squash-Bundesliga-Staffel Nord mit internationaler Besetzung aus GB und NL
- Spielerinnen:
Susi Wirths, Jennifer Post, Nadine Seemann, Sabine Ulrich, Sandy Suck, Störte Becker, Rebecca MacRee, Dagmar Vermeulen, Daniela Grzenia - Trainer/Betreuer: Bernd Wettlaufer
Tischtennis
Jugendmannschaft
TG Sankt Augustin 1973 e.V.
- 2002/03 Mannschafts-Sieger Verbandsliga des Westdeutschen Tischtennis Verbandes
- Westdeutscher Meister 2003
- Westdeutscher Pokalsieger 2003
- 5. Platz in der Deutschen Meisterschaft 2003
- Spieler:
Jörn Kampf, Andreas Klotz, Arne Müller, Lukas Verdcheval - Trainer/Betreuer: Markus Gansauer
Fußball
1. Frauenmannschaft
FC Sankt Augustin 1978 e.V.
- 1980 Gründung der Fußball-Frauenabteilung
- 2002/03
Meister der Verbandsliga im Westdeutschen-Fußball-Verband - Aufsteiger in die Regionalliga West (zweithöchste Klasse in Deutschland)
- Spielerinnen:
Anna Baltes, Nelly Bannik, Susanne Barthel, Bianca Bechert, Eileen Becker, Birte Domnik, Sara Douiri, Katja Kinzel, Manuela Klar, Nikoletta Lemmer, Heike Lippertz,
Hella Niklas, Annette Pestel, Meike Petri, Claudia Sassenberg, Kathrin Schmidt,
Nina Schumann, Marion Vinken - Trainer/Betreuer: Siegfried Mattheus, Martin Keil, Andreas Becker, Günter Sandhövel
Erfolgreiche Sportbogen – Schützen in Sankt Augustin
Die
Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Menden 1642 e.V. kann
herausragende Erfolge und Titel ihrer Aktiven, die auf Kreis-, Bezirks-
und Landesebene und Deutschen Meisterschaften hervorragende Ergebnisse
erzielt haben, verweisen:
SPORTART - BLANKBOGEN (ohne Zielhilfe):
Christian Wehner, 12 Jahre
2. Platz DBSV Deutsche Hallenmeisterschaft in Doebeln März 2003, Klasse U 14
4. Platz DBSV Deutsche Feldbogenmeisterschaft Waldrunde in Gronau August 2003, Klasse U 20
Thomas Wehner, 16 Jahre
1. Platz DBSV Deutsche Hallenmeisterschaft in Doebeln März 2003,
Klasse U 17
2. Platz DSB Deutsche Feldbogenmeisterschaft in Wirsberg August 2003, Klasse Junioren
1. Platz DBSV Deutsche Feldbogenmeisterschaft Jagdrunde in Gronau August 2003, Klasse U 20
2. Platz DBSV Deutsche Feldbogenmeisterschaft Waldrunde in Gronau August 2003, Klasse U 20
Mitglied Feldbogenkader des Rheinischen Schützenbundes
Inhaber der Deutschen Rekorde DBSV Klasse U 17:
Halle 18 Meter, Halle 25 Meter, Halle 18 Meter mit der Mannschaft
Monika Wehner, 47 Jahre
1. Platz DBSV Deutsche Hallenmeisterschaft in Doebeln März 2003, Klasse Damen
2. Platz DBSV Jahresbestenschiessen FITA-Runde (Vorläufer zur Dt. Meisterschaft) in Weyher September 2003, Klasse Damen
Inhaberin der Deutschen Rekorde DBSV:
Halle 18 Meter Klasse Damen, Halle 18 Meter Klasse Damen Ü 40
Diese drei Schützen sind in Sankt Augustin ansässig.
Ein weiteres erfolgreiches Mitglied wohnt in Neunkirchen:
Günter Wolff, 48 Jahre
2. Platz DBSV Deutsche Feldbogenmeisterschaft Jagdrunde in Gronau August 2003, Klasse Ü 45
1. Platz DBSV Deutsche Feldbogenmeisterschaft Waldrunde in Gronau August 2003, Klasse Ü 45
Mitglied Feldbogenkader des Rheinischen Schützenbundes
Inhaber der Deutschen Rekorde DBSV, Klasse Ü 45:
Halle 25 Meter, Halle 18 Meter mit der Mannschaft
Neben
dem Deutschen Schützenbund = DSB nehmen unsere Bogensportler auch an
den separaten Deutschen Meisterschaften des Deutschen
Bogensportverbandes = DBSV teil.
Verfasser des Textes: Hans Wehner, Pressewart der Sankt Sebastianus - Schützenbruderschaft Menden 1642 e.V.
Wirbelsäulengymnastik und Rückenschule
Regelmäßiges Kursangebot des SV Birlinghoven 1948 e.V.
Der aufrechte Gang hat unseren Rücken zu einem störanfälligen Körperbereich gemacht. Um uns gut durchs Leben zu tragen braucht die Wirbelsäule eine ausgewogene und harmonische Rücken- und Bauchmuskulatur.
Schwerpunkt dieses Kurses sind funktionelle Übungen, die den Rücken trainieren und somit Haltungsschäden im Bereich der Wirbelsäule entgegenwirken.
Wahrnehmungs- und Entspannungsübungen.
Dieser Kurs ersetzt keine med. physiotherapeutische Behandlung.
Inhalte und Ziele:
a.) Verbesserung der motorischen Eigenschaften wie Kraft, Beweglichkeit und Koordination in Form einer funktionellen Gymnastik mit Einsatz von Kleingeräten und Musik.
b.) Körperwahrnehmung als Grundlage zu einer gesundheitsorientierten, rückenfreundlichen Veränderung des Verhaltens im Alltag, sowie praxisnahe Tipps.
c.) Haltungsschulung (Prävention) eine wichtige Komponente besteht darin, die Leistungsfähigkeit, sowie die Verbesserung der Haltungs-Bewegungsqualität zu fördern.
Ihre Ansprechpartnerin:
Inge Gerding,
anerkannte diplomierte Übungsleiterin für Wirbelsäulengymnastik und Rückenschule ausgezeichnet durch den Landessportbund.
Tel. 02241-331701
Die Kurse werden im Haus Lauterbach in Sankt Augustin - Birlinghoven, Mühlenweg durchgeführt.
KRITERIENKATALOG SPORTLER/INNEN-EHRUNGEN DER STADT SANKT AUGUSTIN
Nach Ziffer 8.2 der Richtlinien für die Sportförderung in der Stadt Sankt
Augustin wird dem/der Bürgermeister/in empfohlen, Sankt Augustiner
Sportler/innen oder Vereine bei Erringung von Meisterschaften besonders
zu ehren.
Gemäß § 3 der Satzung des Stadtsportverbandes Sankt Augustin (SSV) obliegt dem SSV u.a. die Koordination bei der Planung, Organisation und Durchführung von Sportlerehrungen.
In Absprache mit der Stadtverwaltung erarbeitet der SSV hierzu als messbare Grundlage einen Kriterienkatalog für die von den Vereinen zu unterbreitenden Vorschläge.
Die Sportler/innen-Ehrung wird vom/von der Bürgermeister/in und dem SSV Vorstand/Jugendvorstand vorgenommen.
Die Sankt Augustiner Vereine sollen Personen und/oder Mannschaften vorschlagen, bei denen besondere sportliche, oder die Ausübung des Sports unterstützende Leistungen gewürdigt werden sollen.
Darüber hinaus können der/die Bürgermeister/in und der SSV auch verdiente Sankt Augustiner Sportler/innen vorschlagen, die in auswärtigen Vereinen tätig sind.
Der SSV erstellt aus den von den Vereinen auf der Grundlage des Kriterienkatalogs vorgelegten Nominierungen eine Gesamtvorschlagsliste – der Vorstand der Sportjugend eigenständig für den Bereich der Jugend – und übergibt sie dem Dezernent für Jugend, Soziales, Schule, Sport und Kultur, der sie an den Bürgermeister/in weiterleitet.
Kriterienkatalog:
Teilnahme von Einzelsportler/innen und/oder Mannschaften an Landes-, Bundes- oder internationalen Meisterschaften
Aufstieg von Einzelsportler/innen und/oder Mannschaften in eine hohe Leistungsklasse
Übungsleiter, Betreuer, Helfer, die sich in besonderer Weise um den Sport in Sankt Augustin verdient gemacht haben
Vereine für durchgeführte Veranstaltungen mit bedeutendem sportlichen und werbenden Wert für Sankt Augustin
Vereine/Vereinsmitarbeiter für besondere Verdienste im Jugend- und Behindertensport
Jüngste/Älteste Teilnehmer/innen an der jährlichen Sportabzeichenaktion des LSB NRW, häufigste Wiederholungen
Einzelsportler/innen und/oder Mannschaften für herausragendes Gesamtbild oder Einzelaktionen im Rahmen der Fairness im Sport
20.06.2003 Stadtsportverband Sankt Augustin e.V.
Offene Ganztagsgrundschule - Chance oder Risiko für die Sportvereine?
Ein Kommentar von Michael Heise (Foto) vom LSB-NRW)
Viele
Eltern und auch viele Kinder werden sich über die kommende offene
Ganztagsgrundschule freuen. Schon in den nächsten Wochen wird mit der
Umsetzung begonnen. In NRW vorerst in 300 Grundschulen. In den nächsten
Jahren wird das Angebot Zug um Zug ausgebaut. Damit wird es vielen
Eltern leichter fallen, den Alltag zu organisieren.
Die
Kinder werden über Mittag bis in den Nachmittag hinein betreut. Von wem
möchten Sie wissen? Es gibt eine Menge Verbände, die das übernehmen
wollen, auch kommerzielle Anbieter und "gemeinnützige GmbHs" stehen
schon wartend in den Startlöchern. Wie könnte es anders sein, es geht
dabei auch ums Geld. Bund, Länder und Eltern werden für die
Ganztagsbetreuung zahlen.
Rechtzeitig Weichen stellen
Der
Erlassentwurf "Offene Ganztagsgrundschule" fordert, dass im Rahmen der
Ganztagsbetreuung ein tägliches Angebot zu Bewegung, Spiel und Sport
vorgehalten werden soll. Wer für die Durchführung dieses Angebots
verantwortlich sein soll, ist noch nicht formuliert. Da ist es richtig,
dass LandesSportBund und Sportjugend fordern: Nicht fachfremde
Organisationen sollen den Sport anbieten, sondern qualifizierte
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sportvereine und
Sportorganisationen vor Ort!
LandesSportBund und Sportjugend
werden durch Koordinations-, Informations- und Beratungstätigkeit die
Aktivitäten vor Ort unterstützen. Wichtig ist aber auch vor allem, dass
die Vereinsvorstände erkennen, welche Chancen und Gefahren auf sie
zukommen und sie rechtzeitig die Weichen für eine Kooperation mit der
Schule stellen.
Denn Kinder, die durch andere Organisationen ein
sportliches Angebot am Nachmittag erhalten, sind vielleicht für den
Vereinssport verloren, haben keine Zeit und Lust mehr, ein sich
anschließendes Angebot des Sportvereins zu nutzen. Eine eigene
Sportkultur könnte sich entwickeln. Schulsportclubs wie in den USA und
anderswo könnten die Sportvereine in ihrer Nachwuchsarbeit bedrohen.
Deshalb ist es unbedingt richtig, dass die Sportvereine sich offensiv
als kompetente Partner für die Ganztagsbetreuung anbieten.
Der
Sport braucht dabei aber die Hilfe und Unterstützung der Politik. Die
Gefahren, die dem Vereinssport drohen, sollten im Erlass
Berücksichtigung finden. So könnte ja formuliert werden, dass an erster
Stelle die Sportvereine für das tägliche Bewegungs-, Spiel- und
Sportangebot in den Schulen, wohlgemerkt nur im Nachmittagsbereich,
zuständig sind.
Stellungnahme von LandesSportBund und Sportjugend NRW zum Erlass Offene Ganztagsgrundschule auch mit Sportvereinen
Mit
der "Offenen Ganztagsgrundschule" wird die Landesregierung
Nordrhein-Westfalen noch in diesem Jahr die Palette der bestehenden
Ganztagsangebote an Schulen erweitern. Wie schon bei den bisherigen
Programmen "13 Plus" und "Landesjugendplan Pos. IV.1" verbinden sich mit
diesen Entwicklungen Chancen und auch Risiken für den Kinder- und
Jugendsport.
Risiken für den Kinder- und Jugendsport der Vereine
ergeben sich durch die längere Bindung der Kinder am Nachmittag, durch
die erweiterte Belegung von Sportstätten und auch durch die Bindung von
qualifiziertem Personal in den finanziell relativ gut ausgestatteten
Bewegungs-, Spiel- und Sportangeboten in der Ganztagsbetreuung.
Andererseits wünscht die Politik, dass die Sportorganisation sich aktiv
an der Ausgestaltung der Ganztagsangebote beteiligt.
Um diese
Zuweisung auch einlösen zu können, erwarten LandesSportBund /
Sportjugend NRW allerdings konkrete Hilfen und Unterstützungsleistungen
von der Politik und aus den Ministerien. Auf dieser Basis haben
LandesSportBund / Sportjugend NRW eine Stellungnahme zum Erlassentwurf
"Offene Ganztagsgrundschule" abgegeben. Auszugsweise heißt es dort:
Der
LandesSportBund Nordrhein-Westfalen ist nicht nur der Sportanbieter des
Landes NRW (ca. 20.000 Vereine, ca. 5 Mio. Mitglieder, ca. 77.000
Übungsleiter/innen), sondern repräsentiert mit seiner Sportjugend, die
nach § 75 SGB VIII (KJHG) als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt
ist, auch die mit weitem Abstand größte Kinder- und Jugendorganisation
des Landes (ca. 1,5 Mio. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre).
(…)
Der
Erlass fordert, dass im Rahmen der Ganztagsbetreuung ein tägliches
Angebot zu Bewegung, Spiel und Sport vorgehalten werden soll.
LandesSportBund NRW und Sportjugend NRW sind dabei der Auffassung, dass
das Angebot nicht von fachfremden Organisationen, sondern durch die
qualifizierten Mitarbeiter/ innen des Sports vor Ort durchgeführt werden
muss. In Frage dafür kommen die Mitarbeiter/innen der Sportvereine im
sozialen Nahraum bzw. der örtliche Stadt- oder Kreissportbund und
Fachverbände.
Der LandesSportBund Nordrhein-Westfalen und die
Sportjugend NRW werden durch eine landesweite Koordinations-,
Informations- und Beratungstätigkeit die Aktivitäten vor Ort
unterstützen. Die zahlreichen bereits bestehenden Kooperationen von
Grundschulen und Sportvereinen im außerunterrichtlichen Schulsport sind
zu schützen und zu integrieren.
(…)
Um dem Bildungsanspruch
unserer Kinder (auch in den Bewegungs-, Spiel- und Sportangeboten) auf
einem hohen Niveau und mit ausreichender Qualität gerecht zu werden,
muss die Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule mit den
Bildungsleistungen der freien Träger/der Träger der freien Jugendhilfe
verzahnt werden. Voraussetzung dafür sind eine entsprechende finanzielle
Grundlage, eine tragfähige Kooperationsplattform zur Planung und
Umsetzung der Angebote und das systematische Anlegen von Zugängen für
die Träger der freien Jugendhilfe (insbesondere die Sportvereine) und
andere Anbieter einzelner Angebotsmodule.
Diese drei Voraussetzungen sind zu schaffen und abzusichern.
Bericht Stefan Formella
Der Erlass "Offene Ganztagsgrundschule" ist nachzulesen unter: www.bildungsportal.nrw.de/
Wir lernen nicht nur in der Schule! Auch im Sportverein werden Schlüsselqualifikationen erworben
Artikel aus Sportjugend-NRW
Heiße Debatten um den Bildungsbegriff in den Workshops während der Jahrestagung der Sportjugend in Hachen
Untersuchungen
stellen fest, dass 70 bis 80 Prozent des Lernens außerhalb der Schule
und ein großer Anteil davon in Bildungsprozessen der Kinder- und
Jugendarbeit stattfindet. In der augenblicklichen bildungspolitischen
Diskussion über die Konsequenzen aus der PISA-Studie findet dieser
Bereich kaum Beachtung!
Die ist umso verwunderlicher als es in
den Leipziger Thesen aus dem Jahre 2002 heißt: "Bildung ist der
umfassende Prozess der Entwicklung und Entfaltung derjenigen
Fähigkeiten, die Menschen in die Lage versetzen, zu lernen, zu handeln,
Probleme zu lösen und Beziehungen zu gestalten. Junge Menschen in diesem
Sinne zu bilden, ist nicht alleine Aufgabe der Schule. Gelingende
Lebensführung und soziale Integration bauen auch auf Bildungsprozesse in
der Kinder- und Jugendarbeit."
Die Kinder- und Jugendarbeit,
auch des Sports, muss dieses deutlich herausstellen, denn sonst ist zu
befürcheten, dass die zukünftige Sicherung der Rahmenbedingungen für den
Jugendsport der Vereine gefährdet ist. Das heißt nichts anderes als
dass Kürzungen von Fördermitteln drohen oder Sporträume nicht mehr im
bisherigem Umfang zur Verfügung stehen.
Teil der Qualitätsoffensive
Auf
der Jahrestagung der Sportjugend in Hachen setzte Vorstandsmitglied
Roland Grabs bei dieser Situationsanalyse an und machte klar, welche
"Bildungsprozesse" in einem Sportverein entfaltet werden. Roland Grabs,
der durch die Moderatoren anschließend den neuen Titel "Bildungspapst
der Sportjugend" erhielt, schilderte in seinem Referat beispielhaft und
praxisorientiert am Beispiel von "Viererkette und Korbleger", dass auch
in Sportvereinen Kinder und Jugendliche Schlüsselqualifikationen wie
Team- und Konfliktfähigkeit, Kooperations- und Kommunikationskompetenz
erlernen. Wie wichtig Bewegung, Spiel und Sport sei, um den eigenen
Körper zu erschließen, zu dem zweifelsfrei auch der Kopf gehöre, ist im
Rahmen der Bildungsdiskussion wahrscheinlich noch am einfachsten zu
transportieren, so das Fazit von Roland Grabs.
Auch Silke Stockmeier, stellv. Vorsitzende und Dirk Mays, Vorsitzender der Sportjugend NRW, unterstrichen die außerordentliche Bedeutung des Themas: "Unsere Tagung findet genau zum richtigen Zeitpunkt mit dem richtigen Thema statt." Beide sind sich einig, dass die Ergebnisse der Diskussionen zum Bildungsbegriff letztlich in die Qualifizierungskonzeptionen einfließen müssen als Teil der Qualitätsoffensive der Sportjugend NRW. Auf kommunaler Ebene soll vernetztes Arbeiten mit anderen Trägern erfolgen. "Hier müssen wir gegebenenfalls über ein Pilotprojekt nachdenken", sagte Dirk Mays.
Text: Michael Heise. Copyright Sportjugend Nordrhein-Westfalen am 03.02.2003
Neue Broschüre “Offene Ganztagsschule
In
einem nächsten Schritt wollen LandesSportBund und Sportjugend NRW eine
landesweit gültige Rahmenvereinbarung mit der Landesregierung
erarbeiten, um die Priorität von Sportvereinen als Anbieter von
Bewegung, Spiel und Sport im Konzept der "Offenen Ganztagsschule"
festzuschreiben.
Zum weiteren Informationsangebot gehört außerdem
die jetzt vom LandesSportBund herausgegebene Broschüre "Sport in der
Ganztagsbetreuung". Sie soll den Sportorganisationen bei der weiteren
Planung und Durchführung von Ganztagsangeboten helfen und informiert
über Erlasse und Richtlinien sowie über mögliche Konsequenzen der
Ganztagsschule für die Sportentwicklung. Außerdem beschreibt sie die
konkreten Handlungsschritte, die erforderlich sind, wenn sich
Sportvereine und -verbände mit Angeboten in der Ganztagsbetreuung
engagieren.
Offene Ganztagsschule in der Primarstufe. Auch für den Sport ein vorrangiges Thema!
Mit Beginn des
Schuljahres 2003/2004 werden ca. 300 Grundschulen den Einstieg in eine
offene Ganztagsbetreuung wagen. Dabei soll auch Bewegung, Spiel und
Sport ein wichtiger Bestandteil sein. Wir als Sportorganisationen sind
dringend aufgefordert, mitzumachen, weil
wir als qualifizierte Sportanbieter auch diejenigen sein sollten, die diese Angebote durchführen und nicht andere, denn mittlerweile bieten sich Wohlfahrtsverbände und andere Träger bereits für die Durchführung von Sportangeboten an!
wir unsere Sportangebote an die Schüler/innen bringen wollen!
wir die Belegungszeiten in den Sportstätten nicht verlieren wollen!
qualifizierte Übungsleiter/innen für die eigene Sportorganisation in der Schule tätig werden bzw. bleiben sollen!
nur dann einer Gefährdung der eigenen Nachwuchsarbeit entgegengewirkt werden kann!
alle Schülerinnen und Schüler auch nachmittags ein qualifiziertes Bewegungs-, Spiel- und Sportangebot brauchen!
Deshalb ist es für den Sport so wichtig, sich mit seiner Kompetenz in die Ganztagsschule einzubringen.
Was ist zu tun?
Erkundigen Sie sich beim Schulträger (Schulverwaltungsamt), welche Schulen in Ihrem Einzugsgebiet Offene Ganztagsschulen werden sollen.
Bieten Sie sich beim Schulträger als kompetenter Partner für das tägliche Bewegungs-, Spiel- und Sportangebot an, möglichst bis zum 10. April, da die Schulträger bis Ende Mai 2003 ihre Anträge einreichen müssen.
Melden Sie eine Ansprechperson für alle Belange der Ganztagsbetreuung dem LandesSportBund /der Sportjugend Nordrhein-Westfalen.
Interessierte melden und informieren sich bei:
LandesSportBund Nordrhein-Westfalen/Sportjugend NRW
Dirk Hoffmeier, Telefon 0203-7381-899, E-mail: dirk.hoffmeier@lsb-nrw.de
Siggi Blum, Telefon 0203-7381-848, E-mail: siggi.blum@lsb-nrw.de
Petra Dietz, Telefon 0203-7381-879, E-mail: petra.dietz@lsb-nrw.de
Matthias Kohl, Telefon 0203-7381-925, E-mail: matthias.kohl@lsb-nrw.de
Ganztagsschule – Probleme für Sportvereine?
Vortrag am 25. Juni 2003 beim Stadtsportverband Sankt Augustin ![]()
Prof. Dr. Walter Tokarski - Rektor der Deutschen Sporthochschule Köln
Ich
bin
gebeten worden über das Thema “Ganztagsschule – Probleme für
Sportvereine?” zu sprechen. Ich tue dies gerne, da nicht nur die
aktuelle Situation dies erfordert, sondern auch weil ich meine, dass
über die Wechselbeziehung zwischen Schule und Sportvereinen in
Deutschland bei Weitem noch nicht ausreichend gesprochen worden ist. Im
Hinblick auf Ganztagsschule und Ganztagsbetreuung ist dies erst recht
nicht geschehen. Wenn wir tatsächlich vorhaben unser Schulsystem
perspektivisch flächendeckend von der Halbtagsschule auf die
Ganztagsschule umzustellen, dann stehen wir vor einigen gravierenden
Veränderungen, auf die ich heute gerne aufmerksam machen möchte.
Ich werde mich dabei an drei Leitfragen orientieren:
1.) Wie sieht die Wechselbeziehung zwischen Schule, Freizeit und Vereinen heute aus?
2.) Was werden wir morgen haben, wenn Ganztagsschule und Ganztagsbetreuung Wirklichkeit sind?
3.) Wie sehen die neuen Aufgaben für die Sportvereine in diesem Zusammenhang aus?
Zur Wechselbeziehung von Schule, Freizeit und Sportverein heute
Zunächst zum Prinzip der Ganztagsschule einige Informationen allgemeiner Art:
Auslöser zur Einrichtung ist die PISA-Studie: Mehr Unterricht und mehr Lernen, so lautet das Motto als Folge der Studie. Es gibt in NRW zwei Arten von Ganztagsschulen:
die Gebundene Ganztagsschule (Sek. I) – 8 bis 16 Uhr verpflichtend
die
Offene Ganztagsgrundschule – 8 – 16 Uhr, nach Schulschluss freiwillig.
Partner sollen sein Wohlfahrtsverbände, Jugendpflege und auch Vereine,
insbesondere Sportvereine.
- Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung NRW: “Zusätzlich außerunterrichtliche Angebote (z.B. Spiel- und Freizeitgestaltung) in Kooperation mit vielfältigen Partnern”, wobei Jugendhilfe und Sport ausdrücklich genannt werden.
- Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultur: “Ausbau der Ganztagsangebote (Freizeitangebote, Musik, Sport u.a.) als Schwerpunkt der Sozial-, Familien- und Bildungspolitik”, wobei ein breiter Raum für die Gestaltung der Freizeit eingeplant werden soll.
- Kultusministerium des Freistaats Thüringen: “Ausbau der engen Kooperation von Schul-, Sozial- und Freizeitpädagogik”, wobei die Befähigung zum lebenslangen Lernen, zu Selbständigkeit und zur Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung geachtet werden soll.
- Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend des Landes Rheinland-Pfalz: “Erweiterte Kompetenzen von Lehrkräften und sehr viel größere Bedeutung des außerunterrichtlichen Bereichs (einschließlich Freizeitgestaltung)”, wobei auf keinen Fall der normale Unterricht verlängert werden soll.
- Senatsverwaltung Bildung, Jugend und Sport Berlin: “Vielfalt von Freizeitangeboten statt totaler Verschulung kindlichen Lebens”, wobei Bildungsreserven aktiviert und eine neue Ausbildung für Lehrer und Erzieher in Gang gesetzt werden soll.
- Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein: “Ganztägige Bildung und Betreuung durch enge Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe.
- Schule, und damit auch die Anbindung von Freizeit an Schule, ist jedoch nicht unbedingt immer das Maß aller Dinge: Internationale Studien weisen nach, dass etwa 70 % aller menschlichen Lern- und Bildungsprozesse außerhalb von Bildungsinstitutionen stattfinden. Und – wenn man die Pisa-Studie genau liest – bestätigen die vorliegenden Daten, dass Schülerinnen und Schüler, die in ihrer Freizeit besonders aktiv sind, die besseren Leseleistungen zeigen. Die Kommission Pädagogische Freizeitforschung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft stellt in diesem Zusammenhang fest: “Aktives Freizeitverhalten im sozialen Raum informeller Bildung fördert geradezu schulische Leistungen.” Eine Trennung von schulischem Lernen und außerschulischem Lernen hat also durchaus Vorteile. Damit ergibt sich ein zweites großes Konfliktfeld: Auf der einen Seite müssen Schule und Sportvereine sehr eng miteinander kooperieren um Konkurrenzsituationen zu vermeiden, auf der anderen Seite muss festgestellt werden, dass gerade die Trennung von Schule und Freizeit den Bildungshorizont erweitert und die informelle wie auch die formelle Bildung fördert.
Im Folgenden beziehen sich die Ausführungen auf die Offene Ganztagsgrundschule.
Einige Zahlen zur Finanzierung: Bis 2007 ist die Finanzierung in NRW für 200.000 Plätze sichergestellt. Pro Platz entstehen Kosten von z.Z. € 1.230, wovon das Land NRW € 820 übernimmt, € 410 die Kommunen, davon Eigenbeteiligung der Eltern bis zu € 100 monatlich. Für Baumaßnahmen werden bis 2007 vom Bund für NRW 914 Mio € bereit gestellt. Bauvorhaben der Modellschulen werden dabei mit bis zu € 80.000, Ausstattungen mit bis zu € 25.000 und Außenanlagen mit bis zu € 10.000 gefördert. Der Eigenanteil der Kommunen liegt bei 10 %.
Wer als außerschulischer Partner am Programm der Offenen Ganztagsgrundschule mitmachen will muss einen Vertrag mit der Kommune abschließen. Vom Schulministerium wird nach den Worten der NRW Schulministerin Schäfer vor dem Freiburger Kreis angestrebt Sportvereinen den Vorzug zu geben.
Beide Schulformen werden verstanden als “Ganztägiges Haus des Lernens” mit einer “neuen Lernkultur” (NRW Schulministerin Schäfer am 26.2.2003 vor dem Freiburger Kreis).
Soweit einige Grundinformationen.
Wir haben heute in Deutschland ein seit mehr als fünfzig Jahren gewachsenes, erprobtes und ausbalanciertes System der “Arbeitsteilung” zwischen Schulpflichten und Freizeit. Dies sieht im Wesentlichen so aus:
Am Vormittag sind die Schulen für die Kinder und Jugendliche verantwortlich, am Nachmittag haben sie Freizeit. Diese Freizeit verbringen viele Kinder und Jugendliche in Deutschland in Vereinen, insbesondere in Sportvereinen.
An fünf Wochentagen gehen Kinder und Jugendliche in Deutschland in die Schule, am Wochenende haben sie Freizeit. Auch diese Freizeit wird - oft gemeinsam mit den Eltern - in Vereinen und speziell in Sportvereinen verbracht.
Dieses “arbeitsteilige” System zwischen Schulen und Sportvereinen stellt die Schulen nicht vor die Aufgabe für die Freizeit der Schülerinnen und Schüler verantwortlich zu sein, und es bietet auf der anderen Seite den Sportvereinen die Möglichkeit, die vorhandene Freizeit der Schülerinnen und Schüler sinnvoll mitgestalten zu können.
Dieses System soll mit Einführung der Ganztagsgrundschule und Ganztagsbetreuung nicht mehr tragen. Haben wir also zukünftig eine Schule, die auch für die Freizeitgestaltung verantwortlich ist, eine Schule, in der die Kinder und Jugendlichen bis in den Nachmittag hinein gebunden sind, und in der auch die Sport- und Bewegungsangebote stattfinden, die bislang außerhalb der Schule erfolgt sind? Was ist dann mit den Sportvereinen, bleiben sie dann außen vor?
Diese Fragen sind durchaus berechtigt, denn wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass die Einführung der Ganztagsschule bzw. der Ganztagsbetreuung erhebliche Auswirkungen auf die Vereinslandschaft haben wird. Die Sportvereine sind darauf angewiesen, dass ihre wichtigste Zielgruppe auch am Nachmittag für Angebote offen ist. Bei einer flächendeckenden Einführung der Ganztagsschule und Ganztagsbetreuung bleibt den Vereinen für die Kinder- und Jugendarbeit eigentlich nur noch das Wochenende übrig. Dies betrifft nicht nur den Freizeit- und Breitensport, sondern in besonderem Maße auch den Wettkampfsport. Viele sportliche Wettkämpfe der Kinder und Jugendlichen in Vereinen finden an Werktagen am Nachmittag statt, und dies muss auch letztlich so sein, damit am Wochenende überwiegend die Wettkämpfe der Erwachsenen ausgetragen werden können. Trainingszeiten für Kinder und Jugendliche ist ebenfalls vornehmlich an den werktäglichen Nachmittagen angesetzt. Es sieht also auf den ersten Blick so aus, als ob die Ganztagsschule sowie die Ganztagsbetreuung unser bestehendes Vereinssystem grundlegend beschneidet und kappt. Die Verantwortlichkeit für die Freizeit der Kinder und Jugendlichen würde stärker in die Hand der Schule gelegt, die Sportvereine müssten die Lücke, die durch den Wegfall einer ihrer wichtigsten Zielgruppen entstünde, auf kreative Art und Weise füllen um ihre Existenz weiterhin sichern zu können.
Es ist klar, dass eine solche Umstellung von Seiten der Sportvereine kaum gewünscht ist, dass die Vereine große Gefahren darin sehen, und dass eine Umstellung auch kurzfristig nicht möglich ist: Wir können meines Erachtens nach nicht kurzfristig ein traditionelles ausbalanciertes System zwischen Schule und Verein, wie wir es hier in Deutschland derzeit haben, durch ein neues System ersetzen. Wir müssen einen fließenden Übergang schaffen, der beide Systeme miteinander verbindet und Kooperationen ermöglicht. Und dies ist insbesondere das Feld, woraus zum gegenwärtigen Zeitpunkt neue Aufgaben für die Sportvereine erwachsen könnten, nämlich dann, wenn diese Phase des Übergangs nicht als Gefahr, sondern als Herausforderung und als Chance begriffen wird. Da die gesellschaftspolitische Entscheidung Ganztagsschulen und Ganztagsbetreuung einzurichten offensichtlich gefallen ist, kommt es jetzt darauf an, die daraus neu entstehende Situation mitzugestalten. Jeder Sportverein muss seine Kompetenzen in die aktuelle Entwicklung einbringen und selbst aktiv in die Entwicklung eingreifen. Es wäre in jedem Falle falsch darauf zu warten, dass aus dem Schulministerium ein neuer Aufgabenkatalog für Sportvereine herausgegeben wird, was auch nicht Aufgabe des Ministeriums sein kann.
Konfliktpotenziale und Konfliktfelder
Wo liegen im Einzelnen die möglichen Konfliktpotenziale im Verlauf dieses Übergangs von der Halbtags- zur Ganztagsschule bzw. Ganztagsbetreuung?
“Wenn unsere Kinder den ganzen Tag in die Schule gehen, wird Ihnen die Freizeit genommen und Schule daraus gemacht.” So, oder ähnlich lauten die Kommentare von Kritikern, wenn es um das Thema “Ganztagsschule” geht. Es scheint in der Tat zunächst eine Ausschließlichkeit zwischen “Freizeit” und “Schule” zu bestehen. Kinder und Jugendliche können in den Augen – oft auch der Eltern - nur entweder das eine oder das andere haben, “Schule” oder “Freizeit”.
Auch auf Seiten der Freizeitanbieter - insbesondere auf Seiten der Sportvereine - wird zunächst eine Konkurrenzsituation gesehen: Durch die längere Bindung der Kinder am Nachmittag in der Ganztagsschule bzw. Ganztagsbetreuung sowie durch die Integration von Bewegungs- und Sportangeboten in die Schule werden diese Kinder voraussichtlich zeitlich kaum noch in der Lage - und auch kaum noch motiviert - sein, die Angebote der Sportvereine zu nutzen. Hinzu kommt, dass durch den Ausbau von Sportangeboten im Rahmen der Ganztagsschule kommunale Sportstätten zu Zeiten belegt werden, die vormals den Vereinen zur Verfügung gestanden haben. Sportvereine, die nicht über eigene Sportstätten verfügen – und das sind viele – werden von dieser Einschränkung betroffen sein. Sie würden aber vor Allem dann betroffen sein, wenn - sozusagen im “worst case” - die schulischen Sportangebote von Übungsleitern durchgeführt würden, die beim örtlichen Verein abgeworben worden sind. Damit ergibt sich ein erstes großes Konfliktfeld: Die Angebote von Sportvereinen und Ganztagsschulen im Bereich des Kinder- und Jugendsports rekrutieren die gleichen Zielgruppen und konkurrieren um die Ressourcen Zeit, Raum und Personal.
Aber das ist noch nicht alles: Obwohl starke Überschneidungen in Zielgruppe und Ressourcennutzung bestehen, sind auch die “Produkte” von Schule und Verein sehr unterschiedlich: Sport und Bewegungsangebote an Ganztagsschulen soll nach den Vorstellungen der Politik kein Schulsport sein, sie sind aber auch kein klassischer Vereinssport. Durch die Etablierung von außerunterrichtlichen Sportangeboten an Schulen würde eine neue Säule des Kinder- und Jugendsports aufgebaut werden – eine Mischform aus Schulsport und Vereinssport. Diese Art der Sportausrichtung könnte erhebliche Schwierigkeiten verursachen, da sie nicht in erster Linie dem Sportverständnis von Vereinen entspricht. Um dies zu erläutern möchte ich etwas ausholen und einige grundsätzliche Ausführungen machen:
Sie wissen, dass sich die Kultusministerkonferenz mit Blick auf die Ergebnisse der PISA-Studie auf ihrer Plenarsitzung im Dezember 2001 auf sieben zentrale Handlungsfelder verständigt hat. Handlungsfeld 7 ist dabei dasjenige, um das es hier im Besonderen geht: “Das Handlungsfeld 7 beinhaltet Maßnahmen zum Ausbau von schulischen und außerschulischen Ganztagsangeboten mit dem Ziel erweiterter Bildungs- und Fördermöglichkeiten,...”. Neben dem Ausbau von schulischen Angeboten – also mehr Unterricht - sind damit insbesondere Freizeitangebote im weitesten Sinne gemeint, wie die Äußerungen verschiedener Ministerien auf eine diesbezügliche Frage der Sektion Pädagogische Freizeitforschung und Sportpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DgfE) Ende 2002/Anfang 2003 zeigen, Sport ist explizit nicht immer genannt :
Sport als Lebensstilsport und Instrument für Freizeitkarrieren
Wie lassen sich nun diese beiden von mir genannten Konfliktfelder lösen? Welche neuen Aufgaben, welche neuen Chancen könnten sich daraus für die Sportvereine ergeben? Lassen Sie mich auch an dieser Stelle noch einmal grundsätzlicher werden:
In einer vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft geförderten Jugendstudie von 1990 findet sich folgende Aussage: “Im Gefüge aller Freizeitaktivitäten nimmt der Sport einen Spitzenplatz ein: Sportaktivitäten zählen nach dem Musikhören und dem Zusammensein mit Freunden zu den häufigsten Freizeitbeschäftigungen”. Diese für den Sport und für Sportvereine wohlklingende Feststellung wird jedoch von anderen neueren Untersuchungen, zumindest für eine eingegrenzte Altersspanne widerlegt: In der Realität haben bei 14- bis 19-Jährigen z.B. Fernseh- und Videogucken, Computern, Faulenzen, Nichtstun und Ausschlafen oft eine größere Bedeutung als das regelmäßige Sporttreiben; in vielen mir bekannten Studien steht Sporttreiben häufig erst an achter bis zehnter Stelle.
Was Kinder und Jugendliche letztendlich in ihrer Freizeit tun, hängt stark davon ab, wieviel freie Zeit, wieviel finanzielle Ressourcen sie zur Verfügung haben, welche Sozialisation sie durchlaufen haben und was gerade in peer groups “in” ist. Werte wie Selbstverwirklichung, Erfolg und Anerkennung, die sich früher eher über schulische Leistungen oder über den Beruf definieren ließen, haben sich immer mehr in den Freizeitbereich verlagert. Karrieren werden heute bei Kindern und Jugendlichen in der Freizeit gemacht, und die Freizeitkarriere ist für Viele wichtiger als das Andere im Leben. Damit wird klar: Gesellschaftliche Werte werden vermehrt im Freizeit- und Sportbereich gesucht und gefunden. Freizeit, als ergänzende Größe zu Schule und Beruf, dient den Kindern und Jugendlichen zur individuellen Lebensgestaltung und zur Ausbildung eines “eigenen Lebensstils”. Beim Sport – verstanden als Teil der Freizeit - steht entsprechend der Wunsch nach einer Thematisierung der eigenen Bedürfnisse, der Verwirklichung eigener Vorstellungen, nach individueller Interessensverfolgung, Freiheit von Bindung und Verpflichtung, nach Spontaneität und Selbstentfaltung im Vordergrund.
Noch in den 50er und 60er Jahren konnte der Sport als ein stabiles, relativ homogenes System dargestellt werden, das fest in Traditionen eingebunden war und in dem von der Basis bis zur Spitze die gleichen Grundmotive Leistung, Wettkampforientierung und Erfolg dominierten. Bereits in den 70er, verstärkt dann in den 80er Jahren, waren Tendenzen zu beobachten, die den Beginn einer Auflösung dieses Modells signalisierten. Die gegenwärtige Situation ist durch eine Differenzierung der Sportlandschaft in mehrere parallel zueinander existierende und teilweise konkurrierende Sportmodelle gekennzeichnet. Die unterschiedlichen Anbieter auf dem Freizeitmarkt konkurrieren um neue Zielgruppen, bieten veränderte Ausrichtungen und Formen des Sports an und geben damit dem Sporttreiben immer verschiedene, an die entsprechenden Zielgruppen angepasste Sinnorientierungen. Heinemann (1995) spricht in diesem Zusammenhang auch von Auswirkungen des gesamtgesellschaftlichen Wertewandels auf den Sport und macht damit auf einen Bedeutungsverlust von Leistungsorientierung und Leistungsmotivation in allen Altersgruppen aufmerksam. Sport ist danach nur noch ein “gegenwartsbezogenes freudvolles Erleben und die Ausblendung von Alltag, Zukunft und Zweck ”.
Eines kommt noch hinzu: Unter dem Einfluss technologischer Veränderungen wird Bewegung immer stärker eingeschränkt. Zahlreiche aktuelle Studien in Deutschland und in anderen europäischen Ländern zeigen, dass die allgemeinen motorischen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler und das handwerkliche Geschick von Jugendlichen darunter sehr stark leiden. Die Konsequenzen aus den aktuellen gesamtgesellschaftlichen Veränderungen, wie z.B. die verstärkte Mediennutzung, Rationalisierung und Bürokratisierung, führen letztendlich dazu, dass Kinder und Jugendlichen körperlich und geistig nur sehr einseitig gefordert werden.
Die
zentrale Frage ist dabei die nach der Form und der praktischen
Vermittlung der sportlichen Betätigung von Kindern und Jugendlichen –
und hiermit komme ich auf die Frage nach der “neuen Säule” des Kinder-
und Jugendsports in der Ganztagsbetreuung zurück. Erzieherische
Funktionen des Sports, wie z.B.
das Streben nach dem stetigen Verbessern der eigenen Leistung,
das permanente sich Anpassen an neue Ziele oder
eine
gewisse Ausdauer- und Leistungsbereitschaft, Trainingsfleiß und mentale
Stärke um mit Misserfolg und Erfolg als Einzelner und als Mitglied
eines Teams umgehen zu können,
dies alles sind Attribute, die wir allzu leicht als allgegenwärtig in allen möglichen Formen des Sports voraussetzen. Dies stimmt aber nicht. Denn das heutige Sportverständnis stimmt nicht mehr unbedingt mit den oben genannten Attributen überein. Kinder und Jugendliche haben andere Vorstellungen von Sport und Freizeit, wenn diese zu ihrem “Lebensstilkonzept” und ihrer Freizeitkarriere passen soll – ich habe dies oben ausführlich dargestellt. Die hier nur beispielhaft aufgezählten Eigenschaften und Merkmale des Sports können heute beinahe ausschließlich nur noch im leistungsorientierten Wettkampfsport gefunden werden. Der Freizeitsport, der Trendsport, der Breitensport, den Kinder und Jugendliche vornehmlich in ihrer Freizeit betreiben, den sie suchen um ihren Lebensstil zu definieren, diese Form von Sport, dem eine locker-leichte Freizeit-Mentalität zugrunde liegt und der eher eine unverbindliche Spaßorientierung aufzeigt, kann diese erzieherischen Funktionen nicht erfüllen, und will dies auch gar nicht – und darin liegt gerade sein Erfolg bei Kindern und Jugendlichen begründet.
Neue Aufgaben für die Sportvereine
Für unser Thema heute bedeutet dies:
Wir werden morgen Kinder und Jugendliche haben, die mit einer neuen Form des Sports, mit individuellen Sport- und Bewegungsangeboten in “Bewegung” gebracht werden müssen bzw. wollen. Wir benötigen dazu Experten, Kenner der Szene, die es schaffen, den Kindern und Jugendlichen solche sportliche Bewegung nahe zu bringen. Und in diesem Kontext werden die zukünftigen Herausforderungen im Zusammenspiel von Vereinen und Schulen liegen müssen, denn Schulsportlehrer und –lehrerinnen können dies nicht, und Sportvereine bringen oft nicht das Verständnis für Freizeit-, Trend- und Boomsport auf. Die Situation bedeutet für beide Seiten ein Umdenken: Schule hat sich bisher wenig um die Freizeit gekümmert, Sportvereine sind nicht immer bereit als Freizeitvereine zu fungieren und Freizeitsport anzubieten. Ganztagsschule impliziert jedoch genau dies.
Lassen sie mich zusammenfassen:
Wir
setzen mit der Einführung der Ganztagsschule ein ausbalanciertes System
außer Kraft und schaffen eine Konkurrenzsituation: Schüler und
Schülerinnen, die nachmittags in der Schule sind, können nicht
gleichzeitig an den Jugend-Medenspielen des Tennisverbandes teilnehmen,
gleiche“Terminprobleme” gibt es in fast allen klassischen Sportarten.
Kinder und Jugendliche, die derzeit am werktäglichen Wettkampfbetrieb
teilnehmen, werden durch die Ganztagsschule gezwungen auf diese Form von
Sport zu verzichten. Ganztagsschule und Ganztagsbetreuung fördert vom
Ansatz eher den Freizeitsport, dies wir in den Äußerungen der
Länderministerin zur Ganztagsschule und Ganztagsbetreuung deutlich.
Weiterhin gibt es Konkurrenzsituationen, da Schule und Verein um gleiche
Zielgruppen, Ressourcen und Zeiträume konkurrieren, ebenso um
Übungsleiter und Übungsleiterinnen. Hieraus ergeben sich Konfliktfelder,
die von beiden Seiten abgearbeitet werden müssen. Zwei wichtige
Sachverhalte kommen hinzu:
Viele Kinder und Jugendliche treiben
häufig keinen Sport mehr, zumindest spielt Sport in einem gewissen Alter
nicht die führende Rolle.
Wenn Kinder und Jugendliche aber Sport
treiben, dann ist der Sport von Kindern und Jugendlichen heute nicht
mehr unbedingt der Sport, den wir als Erwachsene vor Augen haben. Der
Charakter des Sports hat sich verändert, Sport ist zu einem großen Teil
zum “Lebensstilsport” geworden. Hierauf müssen beide Akteure, Schule und
Verein, in Zukunft eingehen.
Was folgt daraus? Hierzu drei Feststellungen von meiner Seite:
Für
die Sport- und Bewegungsangebote an Ganztagsschulen und in der
Ganztagsbetreuung muss der “richtige” Sport – im Sinne eines “passenden”
Sports – für die Zielgruppe der Schüler in verschiedenen Altersstufen
ausgewählt wird. Hierbei ist meines Erachtens wichtig zu bedenken, dass
nicht jede Sportform, der “erzieherische” Funktionen zugesprochen wird,
den Interessen, Erwartungen und Sinnorientierungen der Schüler
entspricht. Freizeitsport ist hier in erster Linie gefragt.
Von
Seiten der Sportvereine muss Initiative zur Kooperation ergriffen
werden: Die neue Freizeitsport-Säule in der Ganztagsschule muss auf den
Kompetenzen der Vereine als außerschulische Sporteinrichtungen aufbauen.
Dies bedeutet, dass es eine neue Bringschuld gibt: Die Kinder und
Jugendlichen kommen nicht in den Verein, sondern der Verein kommt zur
Zielgruppe in die Schule.
Die Sportvereine müssen ihre Aufgabe auch
darin sehen, sich den neuen Anforderungen des Wertewandels im Sport noch
flexibler zu stellen, als bisher: Die kooperierenden Vereine müssen ihr
Portfolio erweitern. Produkte wie Fußball und Tennis – als klassische
Vereinssportarten – können nur ein Baustein der Kooperation sein.
Hinzukommen müssen aktuelle Sport- und Bewegungsangebote aus dem Bereich
der Trendsportarten, Streetsport, Erlebnissport, etc.
Wettkampforientierter Sport muss in Zukunft flexibel in Kooperation
zwischen Schulen und Sportverbänden organisiert werden.
Damit bin ich am Schluss angelangt. Ich denke, ich habe mit meinen Ausführungen für genügend Gesprächsstoff gesorgt.
