Ein Wegweiser für den Sport in Sankt Augustin und Weihnachtspräsente für Vereine

16.12.2004
Artikel: Michael Lehnberg Quelle: General Anzeiger Bonn

Die Broschüre listet Sportangebote und liefert Adressen

Allzu lange gibt 2004-Sportangebote-Titelseite_200es den Stadtsportverband Sankt Augustin noch nicht, aber er hat schon einiges auf die Beine gestellt in den gut zwei Jahren seiner Existenz. Jüngstes Produkt: ein Sportwegweiser durch die Stadt. Es ist ein kleines, feines und informatives Heft mit einem äußerst gelungenen Titelbild. Das zeigt Sankt Augustin aus Sicht von Josef Hawle, in die der Troisdorfer Künstler die Laufbahn des alten Athener Olympiastadions integriert hat. So schön es auch anzusehen ist. Wichtiger ist natürlich das Innenleben. Auf zehn Seiten findet der Leser alphabetisch aufgelistet von A wie Aerobic bis W wie Walking oder Wandern das komplette Sportangebot in der Stadt mit den jeweiligen Ansprechpartnem des Vereins. Dazu kommen die wichtigsten Informationen über den Stadtsportverband Aus graphischen Übersichten ist überdies abzulesen, wieviele Sportler welche Sportarten betreiben und wie sich die Altersstruktur in den Vereinen darstellt.

Auch alle Sportstätten sind mit der jeweiligen Adresse und Rufnummer aufgeführt.
Finanziert hat das handliche Heft die Raiffeisenbank Sankt Augustin (Raiba), die 1000 Euro spendierte. „Ohne Sponsorentum kommt der Sport nicht aus bedankte sich Karl Lennartz, Vorsitzender des Stadtsporfverbandes bei Raiba-Vorstand Karl-Josef Schmitz. Das sei indes nie anders gewesen, sagte der Olympia-Experte. Eine Million Golddrachmen habe ein privater Kaufmann schon 1896 bei den ersten olympischen Spielen der Neuzeit in Athen für das Stadion zur Verfügung gestellt.
„Wir brauchen das, es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen", sagte Lennartz. Er lobte überdies die Vereine. „Sie haben sehr gut mitgearbeitet."

Raiba_12090008-102So können sich auch Sportvereine über eine Spende der Raiba freuen. Jeweils 500 Euro erhalten der ASV Sankt Augustin, der VfL Sankt Augustin, der FC Sankt Augustin, der TuS Niederpleis, der TuS Buisdorf, der TV Hangelar, der VfR Hangelar sowie der TV Rott. In dem Hennefer Ortsteil hat die Raiba auch eine Filiale. „Das Geld stammt aus den Zweckerträgen des Gewinnsparens. Damit wollen wir vor allem die Jugendarbeit fördern", sagte Raiba-Chef Karl-Josef Schmilz.

Noch nicht alle der insgesamt 54 Augustiner Sportvereine haben sich dem Stadtsportverband angeschlossen. „So zehn fehlen noch", sagte Heinz-John Cordes, stellvertretender Vorsitzender. „Es wäre schön, wenn noch welche hinzu kämen."
Für Mittwoch, 15. Dezember, lädt der Verband in die Aula des Rhein-Sieg-Gymnasiums. Rede und Antwort steht Marion Rodewald, Mannschaftsführerin der Hokkey-Nationalmannschaft, die in Athen die Goldmedaille gewann.

Der Sportwegweiser liegt in den Filialen der Raiffeisenbank, im Bügerservice der Stadtverwaltung, Am Markt 71, im Rathaus, Markt l kostenlos aus.


Ehrungen für Sankt Augustiner U19-Fußball-Weltmeisterinnen

15.12.04
Artikel: Wolfgang Heinemann  Quelle: Extra Blatt / Rhein-Sieg-Echo

 

Mit einem besonderen Festakt wurde die letzte Sitzung des Stadtrates in Sankt Augustin eingeleitet

Bürgermeister Klaus Schumacher empfing die beiden erfolgreichen Nationalspielerinnen Patricia Hanebeck und Celia Okoyino da Mbabi anlässlich der gewonnen U19-Weltmeisterschaft im Frauenfußball. Mit je drei Toren trugen beidemaßgeblich zum Erfolg ihrer Mannschaft während der Weltmeisterschaft in Thailand bei.

Schumacher lobte die sportlichen Leistungen und erinnerte daran, dass beide in Sankt Augustin ihr „fußballerisches Laufen" gelernt haben.

Auf dem Weg zum Erfolg spielte die 18-jährige Patricia Hanebeck bis zur C-Jugend im ASV Sankt Augustin 1956, danach beim SC 07 Bad Neuenahr und heute erfolgreich beim FCR Duisburg 2001 im Mittelfeld und als Stürmerin.

Ihre 16-jahrige Teampartnerin Celia Okoyino da Mbabi spielte viele Jahre in den Juniorinnen beim FC Sankt Augustin 1978 und wechselte bis zum August 2004 als Stürmerin zum SC 07 Bad Neuenahr. Ebenfalls eingeladen waren die ehemaligen und Vereinsvorsitzenden. „Wir hatten das Ziel die WM zu gewinnen, und das ist uns auch gelungen" sagte Hanebeck und empfing dankend als Auszeichnung mit ihrer Teamkollegin den Sankt Augustiner Stadttaler.

Beide durften sich als die ersten Sankt Augustiner Weltmeisterinnen ins Goldene Buch der Stadt eintragen. In dem Goldenen Buch stehen bereits Berühmtheiten wie der Dalai Lama und Margaret Thatcher. Zur Überraschung bekam Patricia Hanebek einen besonderen Wunsch erfüllt.

Sie wollte schon immer „einmal in die Luft gehen". Der stell. Vorsitzende des Stadtsportverband Sankt Augustin Heinz-John Cordes und Hansjörg Kuhl überreichten ihr einen Gutschein, für eine gemeinsame Ballonfahrt mit ihrer Teamkollegin Celia Okovino da Mbabi und dem Bürgermeister. Die Ballonfahrt wurde von Hansjörg Kuhl, 1. Vorsitzender im SV Birlinghoven, gespendet.


Goldmädchen und die Hockey-Jungs

15.12.04

Bericht der Rhein-Sieg-Rundschau vom 16.12.04
Marion Rodewald als Bewegungsbotschafterin im Rhein-Sieg-Gymnasium

Vorbilder sind anscheinend immer noch gefragt. Die Olympiasiegerin Marion Rodewald konnte im Jubel baden, gestern Mittag in der Aula des Rhein-Sieg-Gymnasiums. Der Stadtsportverband Sankt Augustin hatte das Goldmädchen eingeladen, und viele, viele Schülerinnen und Schüler kamen und hörten ihrer sympathischen Werbung für den Hockeysport und für mehr Bewegung gerne zu.

Die 27 Jährige hatte sich passend das offizielle Olympia-Outfit übergestreift, die leichte, weiße Hose und das kurze, apricotfarbene Jäckchen mit dem seitlich aufgenähten Bundesadler. Zur Einstimmung zeigte der Stadtsportverbandsvorsitzende Dr. Karl Lennartz Videoszenen vom Halbfinale, vom Finale und von der Siegerehrung, die die Gymnasiasten, von denen einige der schuleigenen Hockey AG angehören, begeisterten. Talent zu haben, das allein reiche nicht aus, das erfuhren die Jugendlichen. Harte Arbeit

stecke hinter jedem sportlichen Erfolg, so die Botschaft der Spielführerin des erfolgreichen Olympiateams, die als Sechsjährige den Hockeyschläger in die Hand nahm und anfangs mit den Sportsfreunden ihres älteren Bruders trainierte. Die gebürtige Duisburgerin studiert übrigens an der Sporthochschule Köln und kennt von daher Dr. Karl Lennartz.

Auch als Botschafterin der Aktion „Fit am Ball", die den Schulsport fördern und die Volksseuche Übergewicht" bekämpfen soll, war Rodewald goldrichtig: Das RSG ist eine von 200 Projektschulen im Lande, die jetzt für .Fit am" Ball" ausgewählt wurden. Vizebürgermeisterin   Marika Roitzheim überbrächte eine zweite gute Nachricht. Wer Hockey spielen will, kann dies künftig in der Stadt tun: auf dem neuen Kunstrasenplatz im Zentrum West, wo dann, auch die Hockeyspieler der SSG trainieren dürfen. (coh)
Auf den Foto sind, die Olympia-Siegerinnen von 1984 in Los Angeles Ute Wessel (Fechten) aus Sankt Augustin die am RSG unterrichtet und von 2004 in Athen Marion Rodewald, die Ihre Goldmedailien zeigten.


Sankt Augustiner Kinder im Deutschen Sport- und Olympia-Museum in Köln

14.12.04

 

Der Stadtsportverband Sankt Augustin hat im Juni des Olympiajahr 2004 alle Schülerinnen und Schüler der Stadt aufgefordert, an dem Olympiaquiz „welcher Jugendliche kennt die Olympischen Spiele am besten?“ teilzunehmen.

Bei dem Quiz konnten die Jugendlichen ihr Wissen zu Olympia im Haus Menden unter Beweis stellen. Die 20 Sieger/innen des Quiz erhielten zur Belohnung einen gemeinsamen Besuch des Deutschen Sport- und Olympiamuseums in Köln geschenkt.

Unter Aufsicht des Museumspädagogen, fand für die Kinder jetzt eine Führung auf der ca. 2.000 qm Ausstellungs- und Aktionsfläche in zwei Etagen statt. Dort werden sportartenübergreifend verschiedenste Aspekte des nationalen, internationalen und olympischen Sports gezeigt. Eine Aufteilung in unterschiedliche und prägnant gekennzeichnete Segmente ermöglicht es den Kindern, in die faszinierenden Welten des Sports einzutauchen.

Beginnend mit den Wurzeln des modernen Sports führt die Zeitreise von der griechischen Antike, über der Deutschen Turnbewegung und dem englischen Sport zu den großen Athleten von heute wie Boris Becker, Steffi Graf, Nils Schumann, Michael Schumacher und vielen mehr. Dabei lassen die über 3.000 Exponate, Filmdokumentationen sowie zahlreiche Medienstationen den Rundgang durch die Sportgeschichte zu einem besonderen Erlebnis werden.

An zahlreichen Stellen im Museum erhielten die Kinder Gelegenheit selbst aktiv zu werden, wovon Sie mit Begeisterung Gebrauch machten. Der Boxring, das Sportstudio mit den Fußballtoren der vergangenen Jahrzehnte, der FC Köln und die Kölner Haie, der Ferrari von Michael Schumacher und weitere Attraktionen  waren die Höhepunkte für die Kids.

Zum Abschluss der Sport-Museumstour gab es noch Limo und Kuchen, bevor es wieder nach Sankt Augustin ging. Das Deutschen Sport- und Olympia-Museum in Köln ist schon etwas Besonderes und den Schulen ist ein Besuch sehr zu empfehlen. hjc

Das Foto zeigt die Kinder und Begleiter am 15.12.04 vor dem Sportmuseum in Köln
weitere Fotos gibt es auf der Seite Fotogalerie 2004

 

 

Der Breitensport hat keine Lobby

13.11.04
Artikel: Michael Lehnberg Quelle: General Anzeiger Bonn
Vereine und Politik sollen verbindliche Vereinbarungen treffen (Bericht General Anzeiger 13.11.04)

Die Bedingungen für den Breitensport haben sich nicht nur mit der Einführung der Sportpauschale geändert. Auch der demografischen Entwicklung müssen die Sportvereine in den kommenden Jahren Rechnung tragen. Wie sie diese Aufgabe bewältigen können, darauf hat der Landessportbund (LSB) eine Antwort.

»Pakt für den Sport" heißt das Stichwort hinter dem sich eine Vereinbarung zwischen Vereinen und Kommunen verbirgt, mit der der Breitensport in den Städten und Gemeinden gefördert werden soll. Wie sich das im Detail darstellt, das erläuterte LSB-Referent Wolfgang Schuldner in einem Vortrag.

Der Einladung des Stadtsportverband und der Augustiner Vereine waren rund 80 Funktionäre und Sportler gefolgt.

„Wir stehen an einem Scheidepunkt und müssen uns sportpolitisch völlig neu aufstellen", sagte Schuldner.

Der Breitensport habe in der Politik keine Lobby. »Keiner spricht von uns, die wir Klinken putzen gehen. Und wir verkaufen uns nicht richtig, sind zu brav", zog er ein ernüchterndes Fazit. Deshalb müsse man einen Verbund zur Sportförderung schließen. Sport sei schließlich auch eine öffentliche Aufgabe und erfülle einen »riesengroßen sozialpolitischen Auftrag".

Ein Pakt für den Sport sollte laut Schuldner folgendes beinhalten: Kommunale Sportgespräche, eine Zukunftswerkstatt, Fraktionsgespräche, Podiumsdiskussionen, Sportforen und regelmäßige Treffen zur Evaluation.

Wichtig sei indes, dass man sich realistische Ziele setze, offen füreinander sei und schriftliche Vereinbarungen treffe.

An die Sportvereine gerichtet, sagte Schuldner. Beschäftigen Sie sich intensiv mit der Offenen Ganztagsgrundschule, an diese Kinder kommen sie sonst nicht so ohne weiteres ran."

Sankt Augustins Sportdezernent Konrad Seigfried und der Vorsitzende des Stadtsportverbands, Karl Lennartz, konstatierten, dass man in Sankt Augustin im Prinzip schon einen Sportpakt habe.

„Wir haben ein Sportgutachten anfertigen lassen und gemeinsam mit den Vereinen bereits ein Sportentwicklungskonzept erarbeitet", sagte Lennartz.

Seigfried erinnerte an die neue Sportarena im Zentrum, die derzeit gebaut wird. »Das Sportlerheim mit Mehrzweckhalle ist nur mit den Partnern ASV Sankt Augustin und Fachhochschule möglich geworden." Mit der Sportpauschale in Höhe von rund 130000 Euro werde der Kunstrasenplatz im Zentrum und das Sportlerheim auf dem Mendener Sportplatz bezuschusst. „Die Zuschüsse sind mit der Sportpauschale zwar nicht mehr so hoch. Aber es ist für uns immerhin planbarer geworden", sagte Seigfried. Es dauere eben keine sieben Jahre mehr, bis das Geld fließe. »Und sie können selbst entscheiden", ergänzte Schuldner.  •

Weitere Informationen zum Pakt für den Sport gibt es beim Landessportbund unter www.wir-im-sport.de


Gesucht wurde der schnellste Schwimmer

27.07.2004

Bericht aus dem Extra Blatt vom 28.07.04

 

Florian Grieger war der beste Krauler beim Aktionstag “Treffpunkt Bad“

Erstmals seit 1984 wurden in Sankt Augustin wieder Stadtmeisterschaften im Schwimmen ausgerichtet.
Eine Premiere war zudem, dass diese mit einem Aktionstag „Treffpunkt Bad" im Augustiner Freibad verknüpft wurden.
Ausrichter waren der Stadtsportverband, der ASV Sankt Augustin und die DLRG, der Landessportbund unterstützte die Veranstaltung.


Neben vielen Aktiven der Schwimmsportabteilung des ASV nahmen auch einige vereinslose   Augustiner Bürger an den Stadtmeisterschaften teil. Erster bei der Suche nach dem »schnellsten Schwimmer der Stadt" wurde indes ein „Profi": Florian Grieger vom ASV lag sowohl über 50 als auch über 100 Meter Freistil vorne. 27,81 Sekunden benötigte er für die kurze Distanz, 59,81 Sekunden für die lange Strecke, was für ihn persönliche Bestzeit bedeutete.

“Für einen Testlauf war „das ganz in Ordnung", sagten Andreas Pätschinsky, Abteilungsleiter   Schwimmen beim ASV und Hans-Dieter Steffen, Vorsitzender der Jugend im Stadtsportverband und meinten, dass es in zwei Jahren eine Neuauflage geben sollte.
Dann ist womöglich auch die Resonanz größer: So fielen die Staffelwettbewerbe über 4 x 50 Meter für Familien, Vereine oder Fraktionen mangels Anmeldungen ins Wasser. Zwischen den  Wettbewerben gab es Vorführungen in Aquarobic sowie der DLRG.

Der „Tag des Schwimmsports" hatte mit einer unliebsamen Überraschung begonnen: In der Nacht zuvor hatten Rabauken Mülltonnen und Sitzbänke in die Becken geworfen sowie Startblöcke abgerissen, die kurzfristig wieder einbetoniert werden mussten, während die Feuerwehr Tonnen und Bänke aus dem Wasser holte.

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"Olympia ruft: Macht mit!" Sankt Augustiner Grundschüler machten mit

14.07.2004

Der Stadtsportverband Sankt Augustin informiert:

 

Der Stadtsportverband Sankt Augustin hat im Olympiajahr 2004 alle Schülerinnen und Schüler bzw. Klassen der Stadt zu einen Olympia Kunstwettbewerb aufgefordert. Rund 300 Schüler der Sankt Augustiner Schulen  folgten dem Aufruf und reichten 248 kleine Kunstwerke ein. Darunter auch Gemeinschaftswerke von Schulklassen.
Aus der Vielzahl der kleinen Kunstwerke ermittelte die fachkundige Jury -Gisela Albrecht, Stefanie Jung, Marika Roitzheim, Bert Stroß- unter der Leitung von Hans-Dieter Steffen, 1.Vorsitzender der Sportjugend im SSV, die Gewinner.
Es wurden die besten Arbeiten prämiert: Dabei sind, wie inzwischen von Kunsterziehern bestätigt wurde, wirklich ganz hervorragende Arbeiten erstellt worden.
Die Siegerehrung, die außerordentlich gut besucht war, fand im Haus Menden statt. Hier wurden die Arbeiten ausgestellt. Der 1. Preis wurde für eine Gemeinschaftsarbeit der Klasse 3c aus der Grundschule Mülldorf vergeben. Weitere Preise gingen an die Gutenbergschule und Grundschulklassen aus Mülldorf,  Menden und Sankt Augustin-Ort.
Alle kleinen Künstler wurden mit einer Urkunde ausgezeichnet und die anwesenden Lehrerinnen erhielten Geldpreise für die Klassenarbeiten.
Die  ausgezeichneten Arbeiten werden am Mittwoch den 14. Juli im Ratsaal und ab dem 15. Juli bis zum 31. August in der Stadtbücherei Sankt Augustin ausgestellt.
In dem von Dr. Lennartz durchgeführten Olympiaquiz „welcher Jugendliche kennt die Olympischen Spiele am besten?“ konnten die Jugendlichen ihr Wissen zu Olympia im Haus Menden unter Beweis stellen.
Die Sieger des Quiz erhielten zur Belohnung einen gemeinsamen Besuch des Deutschen Sport- und Olympiamuseums in Köln geschenkt.

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Olympische Erziehung – olympisch leben!

Ausstellung vom 28.05. bis 11.06.04 im Rhein-Sieg-Gymnasium Sankt Augustin

 

Die Olympische Erziehung greift den Olympischen Gedanken Baron Pierre de Coubertin wieder auf: das gegenseitige Bemühen um die persönlich beste Leistung im Wetteifer mit anderen – unter Einhaltung der Regeln und es Fair Play. Ohne diese Prinzipien ist eine Olympische Erziehung nicht möglich. Aber auch die Vermittlung von Wissen über die Eigenarten und Besonderheiten im Sport, seine Verbindungen zur Kultur und die verschiedenen Erscheinungsformen des Sports in unserem Alltea gehören zu den Aufgaben der Olympischen Erziehung. Der Begriff der Olympischen Erziehung umfasst deshalb mehrere Aufgaben, die sportliches Können mit sozialem handeln verbinden und dabei Wissen über moralisches Verhalten im Sport und im Alltag ausdrücklich mit einbeziehen. Dabei ist die Olympische Erziehung kein Spezialthema nur für junge Leistungssportler und zukünftige Medaillengewinner bei Olympischen Spielen. Sie ist vielmehr eine Erziehungsaufgabe für alle Kinder und Jugendlichen in Schule und Verein.

Die zentrale Aufgabe der Olympischen Erziehung besteht darin, die Möglichkeiten einer Erziehung durch Sport im Sinne des ursprünglichen Olympischen Gedankens wieder nutzbar zu machen.

Die zentralen Ziele der Olympischen Erziehung können mit fünf Begriffen – „Lernen wollen“, „Leistung zeigen“, „Fair verhalten“, „Fremdes achten“ und „Solidarisch handeln“ – beschrieben werden, die zusammengefasst das Leitthema wiedergeben: olympisch leben.

Die Tafeln der Ausstellung thematisieren die historischen Ursprünge des Olympischen Erziehungsgedankens bei Coubertin und gehen auf die Entfaltung des Begriffs und Förderung der Olympischen Erziehung durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) und das Nationale Olympische Komitee für Deutschland (NOK) ein. Dazu gehören die Olympischen Spiele und deren verschiedene Symbole wie z. B. Olympische Ringe, Olympische Fahne, Olympische Flamme, Olympischer Eid als weltweit sichtbare Festkultur der Olympischen Bewegung. Es wird erläutert, wie die Olympische Erziehung in den verschiedenen Schulstufen und Schulformen altersgemäß im Sportunterricht und in Verbindung mit anderen Fächern in der Schule nutzbar gemacht werden kann.

Aber auch die Jugendarbeit in unseren Sportvereinen und im Behindertensport sind Lernorte für eine Olympische Erziehung, die nicht vergessen werden dürfen. So sind Eltern und Sportlehrer, Übungsleiter und Trainer wichtige „olympische Lernhelfer“ für unsere Kinder und Jugendlichen. Sportfeste in Schule und Verein bedürfen, wenn sie den olympischen Gedanken als Fest und Kultur aufgreifen, einer besonderen Gestaltung. Dafür werden Beispiele genannt. Die Ausstellung stellt aber auch Rückfragen, welche Beachtung die Olympischen Werte in den Medien, im Internet und in der Wissenschaft finden. Abschließend werden die pädagogischen Aufgaben und Ziele der Olympischen Erziehung unter dem Motto „olympisch leben“ aus der Sicht der Nachhaltigkeit bei der Planung und Durchführung von Olympischen Spielen mit dem Gebot für einen dopingfreien Spitzensport und als eine individuelle Werthaltung zusammengefasst, die bei der Bewältigung von aktuellen Herausforderungen in unserer Gesellschaft unverzichtbar ist.

In der Ausstellung werden die 20 Plakate durch ausgewählte Exponate aus der olympischen Geschichte ergänzt, darunter Sieger- und Teilnehmermedaillen sowie Fackeln aus der Olympia-Sammlung von Karl-Heinz Frenzen und Maskottchen aus dem Deutschen Sport- und Olympiamuseum Köln.

Allen Partnern und Trägern der Ausstellung, allen Kolleginnen und Kollegen, die an diesem Ausstellungsprojekt mit Rat und Tat mitgewirkt haben, sei hier für ihr Engagement gedankt. Ebenso Karl-Heinz Frenzen, der uns aus seiner Olympia-Sammlung seine Exponate zur Verfügung gestellt hat.

Roland Naul
Uwe Wick
Essen, im Mai 2003


Olympia ruft: mach mit !

Ausschreibungen zu den Schüler Wettbewerben:

Olympia ruft: mach mit !

 

Der Stadtsportverband Sankt Augustin schreibt im Olympiajahr 2004 für alle Schülerinnen und Schüler der Stadt sowie Kinder und Jugendliche der Sportvereine einen

Olympia Wettbewerb in drei Disziplinen aus:

Olympischer Kunstwettbewerb
Olympische Projektwoche
Olympiaquiz

1. Olympischer Kunstwettbewerb

Welches Kind (acht bis zehn Jahre) malt das schönste Olympiabild, formt die schönste Olympiaskulptur oder arbeitet für Olympia in anderen Kunsttechniken?

Die Objekte müssen bis zum 10. Juni 2004 beim SSV abgeben sein. Sie werden von einer Jury bewertet und anlässlich der Preisverleihung am 18. Juni ausgestellt.

l.-12. Preis: Medaillen, Urkunden, Bücher, Sportgeräte

2. Olympische Projektwoche

Jede Schule (Sek I), die im Schuljahr 2004/2005 eine Projektwoche zum Thema „Olympia" durchführt/ erhält eine finanzielle Unterstützung von 100 Euro. Die Schulen melden sich bis zum 18. Juni beim SSV an.

3. Olympiaquiz

Welcher Jugendliche (14 bis 18 Jahre) kennt die Olympischen Spiele am besten? Der Sieger wird am 18. Juni durch ein Quiz ermittelt. Es finden Vorausscheidungen statt. Anmeldung zur Teilnahme bis zum 25. Mai beim SSV.

l.-8. Preis: Urkunde/ aktuelles Olympiabuch, Besuch des Deutschen Sport- und Olympiamuseums in Köln (Fahrt, Eintritt, Führung und Imbiss).

Siegerehrung

Die Siegerehrung im olympischen Wettbewerb des SSV findet am 18. Juni 2004 um 18.00 Uhr im Haus Menden statt. Die Ehrungen werden vorgenommen von Prof. Walther Tröger, Ehrenvorsitzender des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland und Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees.


Protokoll der SSV-Mitgliederversammlung vom 04. März 2004


TOP 1:             Eröffnung und Begrüßung der Mitgliederversammlung

 Der 1. Vorsitzende Wilfried Wessel eröffnete die Versammlung um 18:05 Uhr

-        Er stellt zu Beginn der Versammlung fest, dass die Versammlung laut § 8 der Satzung   ordnungsgemäß einberufen wurde

-        zum Protokollführer wurde Heinz-John Cordes gewählt

-        die vorliegende Tagesordnung wurde ohne Änderungen angenommen

-        Er stellte fest, dass 15 stimmberechtigte Mitglieder mit 33 Stimmen anwesend sind und die  Versammlung beschlussfähig ist (Anlage 1)

-        weiter waren die Vertreter/innen der Stadt Sankt Augustin, H. Seigfried, H. Stroß u. Frau Franz, der KSB-Jugendvorstand H. Müller,  Mitglieder der Fraktionen, Frau Roitzheim, H. Schäfer u. H. Pütz und die Vertreter der Vereine anwesend

-        zwei Stimmenzähler, H. Pütz und H. Schäfer, wurden von den Delegierten gewählt

-        die Vorträge und Berichte der Vorstandsmitglieder wurden per PC-Bildprojektierung  vorgetragen und sind Auszugsweise als Anlage aufgeführt (Anlage 2)

 

Grußworte an die Anwesenden durch:

-        Herrn Müller, Jugendvorstand im KSB-Rhein-Sieg-Kreis

-        Herrn Konrad Seigfried, Beigeordneter der Stadt Sankt Augustin

 

TOP 2:             Bericht des Vorstands:

Der stellv. Vorsitzende Heinz-John Cordes berichtete über die allgemeine Situation des

Stadtsportverband.

-        Er stellte fest, dass 35 Sportvereine aus Sankt Augustin Mitglied im SSV sind.

-        93,5 % der in Vereinen Sporttreibenden über den SSV mit vertreten werden

-        über die Zusammenarbeit und Aktivitäten des SSV mit den  Ortsvereinen, dem KSB, dem LSB, den Stadtsportverbänden und der Stadt Sankt Augustin

-        Mitglied in der Projektkommission „Sport in Sankt Augustin – Sportanlage Zentrum - West“ und als sachkundiger Bürger im Kultur- und Sportausschuss der Stadt

-        Bearbeitung des Projektes „Rad-, Skater-, Läufer-, Wanderer- und Rollstuhlfahrerwegenetzplan“ für Sankt Augustin

-        Durchführung der Sportlerehrung 2003 in Sankt Augustin im Rathaus. Fotodokumentation der Sportlerehrung 2003 auf DVD.

-        Teilnahme an der Veranstaltung der Stadt Sankt Augustin, Wir leben gemeinsam im Juli 2003 und am „Internationalen Spiel- und Begegnungsfest“ am 17.07.04.

-        Ausstellung „Olympische Erziehung – Olympisch leben“ des LSB – NRW in den Schulen von Sankt Augustin vom 25.05. – 14.06.04 mit Schüler - Wettbewerben zu dem aktuellen Thema im Jahr der Olympischen Spiele 2004 in Athen

-        Durchführung von Vorträgen: „Ganztagsschule, Probleme für die Sportvereine? – Prof. Tokarski“ und Übergewicht und Adipositas im Kindesalter – was muss man - was kann man tun? Dr. Christine Graf“.

 

TOP 3:             Jahresabschluss, Bericht des Schatzmeisters

Schatzmeister Willi Over legte den Kassenbericht vor. Die Kasse wurde Ordnungsgemäß von den Kassenprüfern geprüft (Anlage 3).

Bericht der Kassenprüfer

Die Kassenprüfer Herr Becker und Herr Nawarra berichteten, dass Sie die Kasse geprüft haben, diese korrekt geführt ist  und Sie keine Beanstandungen zu vermelden haben (Anlage 4)

Haushaltsplan 2004

Der vorgelegte Haushaltsplan weist einen ausgeglichenen Haushalt für 2004 aus.

Die anwesenden Delegierten verabschiedeten einstimmig dem Haushaltsplan 2004 (Anlage 3).

 

TOP 4:             Wahl des Vorstandes

a.     Versammlungsleiter:

-       Konrad Seigfried wurde zum Versammlungsleiter gewählt und führte die Versammlung Satzungsgemäß fort.

b.     Entlastung des Vorstandes:

-       Herr Becker stellte den Antrag auf Entlastung des Schatzmeisters und des Vorstandes.

-       Die Stimmberechtigten Mitglieder stimmten der Entlastung einstimmig, ohne Gegenstimme oder Enthaltung zu.

c.     Wahl des 1. Vorsitzenden:

-       Vorgeschlagen und einstimmig gewählt wurde Dr. Karl Lennartz (LLG Sankt Augustin). Er nahm die Wahl an.

d.     Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden:

-       Vorgeschlagen und einstimmig gewählt wurde Heinz-John Cordes (FC Sankt Augustin). Er nahm die wahl an.

e.     Wahl des Schatzmeisters:

-       Vorgeschlagen und einstimmig gewählt wurde Willi Over (ASV Sankt Augustin). Er nahm die Wahl an.

f.       Wahl der Beisitzer:

-       Vorgeschlagen wurden: Gustl Houtrouw, Ralf Rüdebusch, Axel Trinks, Andreas Becker, Gisbert Schäfer.
Gewählt wurden in geheimer Wahl:

-         Gustl Houtrouw - SSG Sankt Augustin (32 Stimmen)

-         Ralf Rüdebusch - VfL Sankt Augustin (29 Stimmen)

-         Axel Trinks - VfR Hangelar (31 Stimmen)

-         Andreas Becker – TuS Niederpleis (32 Stimmen)

-         Gisbert Schäfer – ASV Sankt Augustin (30 Stimmen)

-         Sie nahmen die Wahl an.

g.     Wahl der Kassenprüfer:

-       Vorgeschlagen wurden: Kurt Nawarra, Ludwig Odenthal

-       Gewählt wurden einstimmig:

-         Kurt Nawarra - TTG Bundeswehr - Sankt Augustin

-         Ludwig Odenthal – Tennisclub Rot Weiß Hangelar

-         Sie nahmen die Wahl an.

-       Wahl der Ersatzkassenprüfer:

-       Vorgeschlagen wurden: Martin Möller, Günter Sandhövel

-       Gewählt wurden einstimmig:

-         Martin Möller Sankt Sebastianus Schützen Hangelar

-       Günter Sandhövel – FC Sankt Augustin

-       Sie nahmen die Wahl an.

h.     Kenntnisnahme des Vorsitzenden der Sportjugend:

-       Hans-Dieter Steffen wurde am 18.02.04 zum 1. Vorsitzenden der Sportjugend im SSV gewählt. Er stellte sich den Anwesenden vor und gab einen Ausblick auf seine Vorstellungen in der zukünftigen Jugendarbeit.

 

TOP 5:             Anträge:

-       Schriftliche Anträge zur Versammlung lagen nicht vor.

-       Herr Nawarra stellte den Antrag die Satzung §14 Punkt 7 und 8, Wahlen der Beisitzer/innen, Kassenprüfer/innen und Ersatzkassenprüfer/innen zu erweitern:

Treten nicht mehr wie fünf Beisitzer/innen, zwei Kassenprüfer/innen und zwei Ersatzkassenprüfer/innen zur Wahl an, so kann eine Wahl per Handzeichen durchgeführt werden. Der Vorstand wird einen entsprechenden Antrag zur Satzungsänderung erarbeiten und zur nächsten Mitgliederversammlung einbringen.  

 

TOP 6:             Verschiedenes:

-        Herr Schopp – TuS Buisdorf stellte die Frage zu den Übungsleiterzuschüssen vom LSB. Es konnte keine Beantwortung gegeben werden da diese noch nicht festliegen. Sobald diese bekannt sind werden wir Sie im Internetportal des SSV unter www.ssv-sanktaugustin.de hinterlegen.

-        Fragen zu der Sportförderung durch das Land NRW und die Stadt Sankt Augustin wurden von Konrad Seigfried weitestgehend beantwortet.

Die Mitglieder werden gebeten:

-        die Anschriften, Ansprechpartner, Telefon, Fax, E-Mail und Internetadressen auf Vollständig- und Richtigkeit zu prüfen.

-        Sportangebote ihrer Vereine auf die Vollständigkeit der Angaben zu prüfen.

-        Veranstaltungen, Vereinsjubiläum oder Vorträge können dem SSV zum Eintrag in den Veranstaltungskalender im Internet gemeldet werden.

-        die Webmaster der Vereine sollten einen Link zu der Web des SSV schalten.  

-        Wünsche, Ergänzungen oder Änderungen bitte an Heinz-John Cordes melden.

 

Herr Dr. Karl Lennartz beendete die Mitgliederversammlung, dankte den Delegierten für ihre Mitarbeit und verwies noch auf den im Anschluss stattfindenden Vortrag von Frau Dr. Christine Graf über das Thema –Übergewicht und Adipositas im Kindesalter – was muss – was kann man tun? hin.

 Ende der Mitgliederversammlung 19:20 Uhr.

 Sankt Augustin am 10.03.04


Übergewicht und Adipositas im Kindesalter - Was muss man - was kann man tun?

Textauszug von Frau Dr. Graf, Oberärztin am Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin in der Deutschen Sporthochschule in Köln, über das Thema:
Übergewicht und Adipositas im Kindesalter - Was muss man - was kann man tun?

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Übergewicht und Adipositas im Kindesalter gelten heute weltweit als eine tickende Zeitbombe. Neben einer familiären Veranlagung sind Fehlernährung und besonders Bewegungsmangel Ursachen dieser Entwicklung. Diese spiegeln sich in Schlagwörtern wie Fast food und Fernsehen oder Couch-Potato-Syndrom wider. Diese Kinder leiden unter erheblichen Folgeerscheinungen orthopädischer, aber auch klinisch-internistischer Art. So zeigt sich in Zusammenhang mit dem erhöhten Körpergewicht eine Zunahme des Alterszuckers bereits im Kindes- und Jugendalter. Darüber hinaus finden sich erhebliche psychosozialen Konsequenzen. Ein geringes Selbstwertgefühl, Hänseleien etc. führen zu einer verstärkten Isolation und damit einem weiteren Rückzug unter anderem aus dem sportlichen Leben. Ein Teufelskreis also, den es – auch mithilfe der Vereine - gilt, frühzeitig zu durchbrechen.

Text aus LSB-NRW - Themen zu Adipositas
Dick und rund – na und?

Mehr Bewegung, Spiel und Spaß für übergewichtige Kinder

Wonneproppen! – ein nett gemeinter Kosename für besonders proppere Kleinstkinder mit dem so genannten Babyspeck. Im Babyalter sieht es noch niedlich aus, aber schon im Vorschulalter fallen „speckige Kinder“ auf und sehen keineswegs mehr „süß“ für andere aus, vielmehr fallen sie durch mangelnde körperliche Belastungsfähigkeiten auf.

Der Alltag unserer Kinder sollte normalerweise von ständigen Bewegungen geprägt sein. Dabei gehören Ausdauerbeanspruchungen mit zur natürlichen Bewegungs- und damit Bedürfniswelt der Kinder. Für ihre psychische und physische Entwicklung ist es von entscheidender Bedeutung, ob diese natürliche Bewegungslust ausgelebt werden kann, denn sie bildet damit u.a. einen natürlichen Schutz vor übermäßigem Übergewicht (vgl. GASCHLER, 1996, 5).

Außerdem gibt es den psychosozialen „Vorteil“, denn ein Kind mit einer guten Ausdauerleistungsfähigkeit kann nicht nur in der Turnhalle, sondern auch in vielen Freizeitsituationen gut mitspielen, wenn es beispielsweise darum geht, die beliebte „Fängerrolle“ zu übernehmen oder beim Inline-Skating den anderen davon zu rollen.

Psychische und physische Probleme durch Übergewicht

Körperliche Leistungsschwächen sind bei Übergewichtigen hauptsächlich in einer eingeschränkten Kraft- und Ausdauerleistungsfähigkeit zu finden, die verstärkt auftritt, je mehr das Kind gezwungen ist, das eigene Körpergewicht in unterschiedlichen Bewegungssituationen wie beim Laufen, Springen und Klettern zu bewältigen (vgl. BAG 1993, 12 ff.). Darüber hinaus neigen viele übergewichtige Kinder zu Haltungs- und Fußschwächen (z. B. verstärkte Lendenlordose, Plattfuß).

Deutliches Übergewicht oder Fettleibigkeit (Adipositas) haben aber nicht nur körperliche Leistungsschwächen, sondern auch psychosoziale Probleme bei Kindern zur Folge.

Eine Studie des Instituts für Kindergesundheit in London ergab, dass 80% gleichaltriger Kinder und Jugendlicher massives Übergewicht als Grund sehen, jemanden „nicht zum Freund“ haben zu wollen (vgl. HEINEMANN 2001). Hänseleien von Schulkids wie Dampfwalze, Walross oder Speckpanzer - sind keine Seltenheit; übergewichtige Kinder werden ungern in der eigenen Mannschaft aufgenommen bzw. erhalten undankbare Positionen – ganz nach dem Motto: Der Dicke geht ins Tor!

Das Selbstwertgefühl Übergewichtiger leidet erheblich darunter und es können sich daraus Verhaltensauffälligkeiten als Folge solcher Neckerei und Ausgrenzung durch andere Kids sowie „Selbstschutz-Strategien“ wie vergessenes Sport- bzw. Badezeug oder psychosomatische Beschwerden entwickeln. Was dazu führt, dass diese Kinder sich noch weniger bewegen und vor allem der Spaß an der Bewegung gänzlich verloren gehen kann!

Häufig stimmt die Energiebilanz nicht!

In einer Zeit aber, in der Kinder zunehmend durch mangelnde Bewegungserfahrungen auffallen, ist es notwendiger denn je, adäquate Bewegungsanlässe zu finden, die Kinder generell motivieren, sich (mehr) zu bewegen. Dieses Mehr-an-Bewegung ist vor allem für die übergewichtigen Kinder bedeutsam, denn hier gilt es den physischen und psychischen Problemen sinnvoll zu begegnen und weiteren Folgeschäden vorzubeugen.

Bekannt ist, dass eine Änderung der Energiebilanz durch die Erhöhung des Energieverbrauchs (allgemeine aerobe Belastungen durch z. B. Dauerlauf) bei gleichzeitiger Drosselung der Energiezufuhr (Ernährungsumstellung) langfristig zu einer Gewichtsreduktion führen kann. Diese unbestrittene Tatsache, abgeleitet aus dem Gesundheitssport für Erwachsene, ist so nicht unmittelbar auf Bewegung, Spiel und Sport mit Kindern übertragbar.

Natürlich muss es bei Bewegung, Spiel und Sport hauptsächlich darum gehen, den Stoffwechsel zu aktivieren und zu intensivieren, um damit über den erhöhten Kalorienverbrauch („Fettverbrauch“) das Körpergewicht des Kindes langfristig zu reduzieren, sofern parallel dazu eine Ernährungsumstellung im Sinne einer Drosselung der Kalorienzufuhr erfolgt.

Es darf dabei jedoch nicht vergessen werden, dass besonders bei Kindern die Motivation der Schlüssel für das Mehr-an-Bewegung ist. Denn bei allen trainingswissenschaftlichen Erkenntnissen – die Praxis zeigt es immer wieder – nur wer Spaß an der Bewegung hat, bleibt auch dabei und kommt regelmäßig gerne in die Turnhalle.

Besondere Überlegungen für die Praxis

- Für den Bewegungsunterricht mit übergewichtigen Kindern sollten erlebnisorientierte Bewegungssituationen angeboten werden, bei denen diese Kinder in „ihrer“ Geschwindigkeit laufen können und ihr Körpergewicht bewältigen müssen - also zum Beispiel bei Laufspielen mit/ohne Geräte oder mit Alltagsmaterialien, sowie beim „Turnen“ an Gerätebahnen, Bewegungslandschaften1 u.v.m.

- So genannte Intervallspielformen2 als Methode zur Verbesserung der Ausdauerleistungsfähigkeit kommen dem kindlichen Bewegungsbedürfnis entgegen. Die Belastungsphasen in den Spiel- und Übungsformen sind hierbei von geringer Intensität und so gestaltet, dass z. B. kleine Gehpausen eingelegt werden können bzw. das Lauftempo selbst bestimmt werden kann (vgl. GASCHLER, 1996, 19). Der Praxisbeitrag „Wir tanzen mit den Schmetterlingen...“ in dieser Ausgabe der WIR IM SPORT stellt diese Unterrichtsmethode exemplarisch vor.

- Die Motivation spielt für das Mehr-an-Bewegung eine große Rolle. Spannende Bewegungsgeschichten aus ihrem Alltag, interessante Materialien und Musik stellen einen kindgemäßen Bewegungsanlass dar. Findet das Bewegungsthema den Geschmack, wird ganz von selbst gelaufen, gehüpft oder getobt „bis die Puste ausgeht“.

- Fangspiele sind beliebte „Laufspiele“ und haben einen hohen Aufforderungscharakter für Kinder. Kritisch angemerkt werden muss an dieser Stelle, dass der Belastungsgrad von der jeweiligen Spielsituation wie auch vom persönlichen Engagement des Kindes abhängt. D.h. übergewichtige Kinder sind meist die Ersten, die gefangen werden und STEHEN! oder sich geschickt im Hintergrund halten und sich so im Spielverlauf kaum bewegen. Trotz allem: das wichtigste Motiv Spaß ist erfüllt. Es ist die Aufgabe der Übungsleiter/innen für das Mehr-an-Bewegung bei solchen Spielen zu sorgen. Durch Veränderung der Spielregeln, der Spielfeldgröße, der Bewegungsformen, Möglichkeiten zum Rollentausch finden etc. können auch laufschwache/übergewichtige Kinder mitspielen.

- Für die Bewegungsstunden mit Übergewichtigen, besonders für Laufspiele und für Spielformen zum Springen, sollte auf geeignetes Schuhwerk geachtet werden, denn eine schwache Fuß- und Beinmuskulatur ist ein schlechter Stoßdämpfer für die Wirbelsäule, die ohnehin durch Übergewicht mehr belastet ist.

- Wer sich ausdauernd bewegt - braucht auch viel zu trinken. Im Sinne der angestrebten Gewichtsreduzierung sollten Mineralwasser oder isotonische Getränke (Apfelschorle) bevorzugt werden. Auch der Snack danach muß nicht süß sein! Gegebenenfalls sollte der/die Übungsleiter/in mit den Eltern diesbezüglich Absprachen treffen.

- Bei der ständig steigenden Zahl von übergewichtigen Kindern und Jugendlichen sollte bei Bewegung, Spiel und Sport auf Süßigkeiten als Belohnung oder zu besonderen Anlässen (Festen und Feiern) generell verzichtet werden. Die Rücksichtnahme auf übergewichtige Kinder und Jugendliche sollte im Vordergrund stehen. Alternativen zum „Süßen“ gibt es genug.